25-Jahre-Feier im HerkulessaalGewaltiges Jubiläumskonzert der BRSO-Orchesterakademie

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Eine elektrisierende, vor Spannung nur so vibrierenden Aufführung: Ludwig van Beethovens Fünfte Symphonie c-Moll op. 67  unter der Leitung von Thomas Hengelbrock.
Eine elektrisierende, vor Spannung nur so vibrierenden Aufführung: Ludwig van Beethovens Fünfte Symphonie c-Moll op. 67  unter der Leitung von Thomas Hengelbrock. Astrid Ackermann

Mitglieder und Alumnis  feiern die Orchesterakademie des Symphonierorchesters des Bayerischen Rundfunks mit Wagners „Siegfried-Idyll“, Beethovens Fünfter und weiterer Festmusik.

Von Klaus Kalchschmid

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25 Jahre Orchesterakademie des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks, kurz BRSO Akademie, galt es zu feiern – und da passte Richard Wagners „Siegfried-Idyll“ für kleines Orchester in jeder Hinsicht, war es doch ein Geburtstagsständchen, das der Komponist seiner Frau zur Geburt des Sohnes Siegfried geschrieben hatte und auf den Stufen des Treppenhauses in der Villa Wahnfried uraufgeführt wurde.

Im Herkulessaal der Residenz wurde es von Akademisten und Alumnis, also ehemaligen Mitgliedern der Akademie gespielt, brillant und hoch musikalisch angeführt von der Geigerin Esther Frey, erst seit Kurzem Akademistin. Aber auch die übrigen Musikerinnen und Musiker waren ihren halb solistischen, halb orchestralen Aufgaben gut gewachsen, exzellent etwa der Hornruf Siegfrieds, bis hin zum glanzvoll und doch warm gesetzten Schlussakkord.

Ganz anders die Anforderungen im dreisätzigen Concerto in Es („Dumbarton Oaks“) von Igor Strawinsky für Kammerorchester und Aaron Coplands „Music for the Theatre“, einer Suite in fünf Teilen für kleines Orchester, allesamt launig luftige (oft Tanz-)Musik, die mal vom Klavier angetrieben wurde, mal (in der „Burlesque“ Coplands) sich jazzig gab.

Hier galt es unter Leitung des jungen Sasha Scolnik-Brower, Bernard Haitink Conducting Fellow beim BRSO seit 2024/25, der das Orchester gerade beim ARD-Musikwettbewerb mit großem Erfolg dirigiert hat, ebenfalls jede Menge solistische Aufgaben mit Charme und Sinn für kammermusikalisches Gewebe, rhythmische Prägnanz und den klanglichen Ausgleich zwischen Streichern, Holz und Blech zu bewältigen, was ausnahmslos gelang.

Nach der Pause dann der große Brocken mit Ludwig van Beethovens Fünfter Symphonie c-Moll op. 67 mit den 18 Akademisten, Alumnis und Mitgliedern des BRSO unter Thomas Hengelbrock in einer elektrisierenden, vor Spannung nur so vibrierenden Aufführung. Trotz eines guten Gespürs für die leisen, zurückhaltenden Stellen, die große Magie entfalteten, fegte schon der Kopfsatz in höchster Intensität geradezu vorbei, war das Andante con moto mit schönem Fluss gespielt, das Fugato des Scherzos dann in atemraubendem Tempo musiziert, bevor der Schlusssatz berstend vor Spannung und doch sehnig gespannt in die Zielgerade bog und eine seltene Ausdrucksgewalt erreichte.

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