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Opernfestspiele in München:Premiere mit einem Nackten

Mit viel Pomp und der Premiere "Saint Francois d'Assise" haben die Opernfestspiele in München begonnen. Doch die Inszenierung des Skandalkünstlers Hermann Nitsch gefiel nicht jedem - zu provokant, zu viel nackte Haut, zu viel echtes Blut.

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Quelle: Alessandra Schellnegger

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Der rote Teppich ist bereitet, die Aufführung geht gleich los, jetzt fehlt nur noch der Bildbeweis, dass man auch wirklich da war. Bei der Premiere von "Saint François d'Assise" bei den Opernfestspielen hatten diese Damen Glück - der Fotograf ist ein Profi.

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Quelle: Alessandra Schellnegger

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Eine begehrte Frau an diesem Abend: Nathalie Weidenfeld, Ehefrau von Julian Nida-Rümelin, hat noch eine Karte übrig und bietet sie zum Verkauf an.

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Opernintendant Nikolaus Bachler (Mitte) sagte vor der Premiere, dass die Zuschauer eher ein Exerzitium als einen Theaterabend erwarten dürfen.

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Quelle: Alessandra Schellnegger

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Natürlich lässt sich die Münchner Prominenz das Gesellschaftsereignis nicht entgehen. Bei den Festspielen geht es noch mehr als bei einer gewönlichen Opernaufführung um das Sehen und Gesehenwerden - das weiß auch Modedesignerin Susanne Wiebe.

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Quelle: Alessandra Schellnegger

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Natürlich ist auch Opernfan Herzog Franz von Bayern zur offiziellen Eröffnung der Münchner Opernfestspiele gekommen. Die Premiere von Olivier Messiaens Oper wird anschließend minutenlang umjubelt. Vor allem für Stardirigent Kent Nagano, den Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper, wurde der Abend zu einem Triumph. Nagano war mit dem französischen Komponisten (1908-1992) persönlich befreundet und zählt zu den intimsten Kennern der Partitur des vierstündigen Mammutwerks über das Leben des Heiligen Franziskus, den charismatischen Gründers des Franziskanerordens.

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Quelle: Alessandra Schellnegger

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Heftig umstritten war dagegen die Inszenierung des Wiener Malers und Aktionskünstlers Hermann Nitsch. Als der 72-jährige auf der Bühne erschien, lieferten sich Befürworter und Gegner der Inszenierung ein anhaltendes Buh-Bravo-Duell. Nitsch hatte aus der Oper eine Art Kunstinstallation gemacht und sich in gewohnt provokanter Manier religiöser Symbolik angenommen. So ließ er einem nackt Gekreuzigten Blut in den Mund gießen. Dazu zeigte er Videoszenen aus seinem berühmt-berüchtigten "Orgien-Mysterien-Theater", wo Schauspieler in den Eingeweiden geschlachteter Tiere wühlen. Das gefiel nicht jedem Opernbesucher.

© sueddeutsche.de/SZ/dapd/sonn
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