Olympia 1972:Die Wunde des 5. September

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DIe Geiselnahme ist im Gange: Einer der palästinensischen Terroristen verschafft sich auf dem Balkon einen Überblick. (Foto: Kurt Strumpf/AP)

Viele Fragen sind noch offen, viele Akten verschlossen: Nach einem halben Jahrhundert harrt das Olympia-Attentat noch immer seiner Aufarbeitung. Nun ist sie endlich in Sicht.

Von Joachim Mölter

Den Terror-Anschlag bei Olympia 1972 hat Henning Bath fast von Anfang an erlebt, ein Freund vom Fernsehen hatte ihn in aller Früh aus dem Bett geklingelt: Er solle sofort ins Olympische Dorf, da passiere gerade was. Um kurz nach fünf Uhr war Bath, damals Pressechef des Dorfes, dann dort. Er hat noch die Leiche von Mosche Weinberg gesehen, dem erschossenen Ringer-Trainer der Israelis, den die Attentäter vor das Haus in der Connollystraße 31 gelegt hatten, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen: Freilassung von mehr als 300 Palästinensern aus israelischer Haft; auch Terroristen aus anderen Ländern standen auf der Liste.

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Um Mitternacht des 5. September 1972 starben die israelischen Geiseln in Fürstenfeldbruck, um 16.30 Uhr gingen die Spiele weiter. Heiter wollten sie sein, seelenlos wurden sie.

Kommentar von Holger Gertz

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