Olympiapark Sponsor für die Sporthalle

SAP sichert sich Namensrechte an Multifunktionshalle des FC Bayern

Von Sebastian Krass

Die neue Multifunktions-Sporthalle im Olympiapark bekommt einen Namenssponsor. Das Software-Unternehmen SAP habe sich die Rechte für die Halle gesichert, die von Red Bull gebaut wird, heißt es in einer Pressemitteilung der beteiligten Unternehmen vom Dienstag. Hauptnutzer der Halle werden die vom Getränkehersteller gesponserte Eishockey-Mannschaft und die Basketballer des FC Bayern sein. SAP ist bereits Sponsor der Bayern-Fußballer. Die Arena soll Platz für 11 500 Zuschauer bieten und im Jahr 2021 in Betrieb gehen. Offen ist, wie sichtbar der Firmenname des Sponsors im denkmalgeschützten Olympiapark wird.

Man werde nach Abschluss des Architektenwettbewerbs, der für Anfang 2019 geplant ist, einen Wettbewerb zur Namenssuche starten, heißt es in der Mitteilung. Ob der Name des Unternehmens darin vorkommen müsse wie bei der Allianz-Arena oder der ehemaligen Rudi-Sedlmayer-Halle, die jetzt Audi-Dome heißt, das sei noch offen, sagt eine SAP-Sprecherin - ebenso wie die Frage, ob der Firmenname an der Fassade zu sehen sein wird.

Das könnte theoretisch eine Störung des Denkmalschutzes bedeuten, soweit aber wird es laut Marion Schöne, die als Geschäftsführerin der Olympiapark GmbH in der Jury des Architektenwettbewerbs sitzt, nicht kommen. Sie geht davon aus, dass der Name von SAP außen stehen wird. Schöne verweist aber auf das Gestaltungshandbuch für den Park, in dem geregelt sei, welche Präsenz von Sponsoren zulässig sei. Auf dieser Basis habe man sich "vor der Auslobung des Wettbewerbs mit dem Denkmalschutz und den Inhabern des Urheberrechts für den Olympiapark" abgestimmt. Es gebe Vorgaben zu Größe und Sichtbarkeit von Schriftzügen, sagt Schöne. Details nennt sie mit Verweis auf ihre Pflicht zur Verschwiegenheit nicht. "Es wird aber nicht oben auf der Halle stehen." Generell erwartet sie eine "qualitätsvolle Architektur und dass die Halle sich in die Landschaft des Olympiaparks einfügt". Die Untere Denkmalschutzbehörde im Planungsreferat teilt mit, dass im Zuge des Architektenwettbewerbs Aspekte des Denkmalschutzes noch zu thematisieren sein werden.

Am Dienstag meldete sich auch die SPD-Stadtratsfraktion zum Thema Sporthallen. In einem Antrag fordert sie zu prüfen, ob anstelle des derzeitigen Olympia-Eisstadions eine neue Halle entstehen könnte. Sie solle "bundesligatauglich" für Handball, Volleyball oder Hockey sein, aber auch für Konzerte und weitere Veranstaltungen zur Verfügung stehen. Man wisse aus dem Kontakt zu Sportvereinen, "dass eine Halle mit etwa 2500 Zuschauerplätzen fehlt", sagt die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Verena Dietl.