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Wiesn-Lexikon:Öffnungszeiten und Highlights beim Oktoberfest 2019

Besucherin mit Bier beim Oktoberfest in München

Besucherin beim Oktoberfest in München.

(Foto: AFP)

Wie lange haben die Zelte geöffnet? Was muss ich beim Oktoberfestbesuch beachten? Und was sind die wichtigsten Termine während der Wiesn? Ein Überblick.

Spontan auf das Oktoberfest gehen und im Zelt feiern? Das mag vielleicht Münchnern oder Menschen aus dem Umland gelingen. Nicht-Oktoberfest-Profis werden schnell merken, dass es da den einen oder anderen Fallstrick gibt. Das beginnt schon beim Namen: Manch Tourist stand verwundert Ende Oktober auf der Theresienwiese und fand nur noch die Gerippe halb abgebauter Zelte vor - denn tatsächlich findet das Oktoberfest vor allem im September statt. Damit das nicht passiert, hier die wichtigsten Infos zum größten Volksfest der Welt: von Öffnungszeiten, Besucherregeln bis hin zu den wichtigsten Veranstaltungen, die ganz besonders einen Besuch lohnen.

Wann beginnt das Oktoberfest in München?

Das 186. Oktoberfest auf der Theresienwiese in München beginnt am Samstag, den 21.9.2019. Um Punkt 12 Uhr zapft der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) das erste Fass Bier im Festzelt Schottenhamel an. An diesem ersten Wiesntag öffnen die Zelte bereits um 9 Uhr, alkoholfreie Getränke gibt es ab 10 Uhr. Bier wird erst nach dem Anzapfen des Oberbürgermeisters ausgeschenkt.

Wann haben die Bierzelte auf dem Oktoberfest geöffnet und wie lange?

Prinzipiell lassen sich die Festzelte bezüglich ihrer Öffnungszeiten in vier Kategorien einteilen:

  • Die großen Festzelte auf dem Oktoberfestgelände öffnen wochentags von 10 bis 23.30 Uhr, Schankschluss ist bereits um 22.30 Uhr - da hören auch die Musikkapellen auf zu spielen und die Bedienungen beginnen langsam mit dem Aufräumen. Am Wochenende und am Feiertag (3. Oktober) geht es bereits um 9 Uhr am Morgen los.
  • Davon gibt es zwei Ausnahmen mit längeren Öffnungszeiten am Abend: Kufflers Weinzelt hat wochentags von 11 Uhr bis 0.30 Uhr geöffnet (am Wochenende ab 10 Uhr), Schankschluss ist 0.15 Uhr. Die Käfer Wiesn-Schänke von 11.30 Uhr bis 1 Uhr. Schankschluss ist hier um 0.30 Uhr.
  • Der Betrieb in den kleinen Zelten, den Bratereien und Cafézelten auf dem Oktoberfestgelände beginnt meist zwischen 9 und 10.30 Uhr und endet um 23 Uhr.
  • Die Festzelte auf der Oiden Wiesn (Festzelt Tradition, Herzkasperlzelt, das Volkssängerzelt "Zur Schönheitskönigin" sowie das Museumszelt) haben von 10 bis 22 Uhr geöffnet. Schankschluss ist hier um 21.30 Uhr.
Oktoberfest Wege zum Oktoberfest und wieder nach Hause
Verkehrsmittel

Wege zum Oktoberfest und wieder nach Hause

Innerhalb von 16 Tagen strömen Millionen Besucher auf das Festgelände auf der Theresienwiese. Aber wie? Viele Verkehrsmittel führen zur Wiesn - ein Überblick.

Öffnungszeiten der Wirtsbuden

Die Verkaufsstände auf dem Oktoberfest haben am ersten Wiesntag von 10 Uhr bis Mitternacht geöffnet. Danach sind die Öffnungszeiten wie folgt:

  • Montag bis Donnerstag: 10 bis 23.30 Uhr
  • Freitag: 10 bis 24 Uhr
  • Samstag: 9 bis 24 Uhr
  • Sonntag und Feiertag: 9 bis 23.30 Uhr

Öffnungszeiten der Fahrgeschäfte

Am ersten Wiesntag öffnen Riesenrad, Geisterbahn und Co. pünktlich zum Anstich um 12 Uhr mittags und sind bis Mitternacht im Betrieb. Danach:

  • Sonntag bis Donnerstag: 10 bis 23.30 Uhr
  • Freitag, Samstag und 2. Oktober (Vorabend des Feiertags): 10 bis 24 Uhr

Kostet das Oktoberfest Eintritt?

Der Zugang zum Festgelände ist kostenlos. Das Gelände an der Oiden Wiesn, das eine Art historisches Oktoberfest abbildet, kostet drei Euro Eintritt. (Tipp: Von 21 Uhr an ist der Eintritt frei - Zugang über die Ausgänge!) Kinder bis 14 Jahre und Schwerbehinderte ab 50 Prozent müssen ganztägig nichts bezahlen.

Gibt es 2019 eine Oide Wiesn?

Ja, 2019 gibt es wieder eine Oide Wiesn. Das historische Oktoberfest fällt nur alle vier Jahre wegen des Bayerischen Zentral-Landwirtschaftsfestes aus. Das findet allerdings erst wieder 2020 statt.

Darf man in den Zelten rauchen?

Seit dem Jahr 2010 darf in den Zelten auf dem Oktoberfest nicht mehr geraucht werden. Auch E-Zigaretten sind in den Festzelten nicht gestattet. Wer trotzdem Lust auf Zigarette, Zigarre oder ähnliches hat, kann dafür einen der Raucherbereiche im Außenbereich der Zelte nutzen.

Hunde, Taschen und Kinderwägen auf dem Oktoberfest

Für das Mitbringen größerer Gegenstände gibt es auf dem Oktoberfest klare Regeln: Solange das Festgelände nicht zu voll ist, sind Kinderwägen und Buggys bis 18 Uhr erlaubt. An den Abenden und an Samstagen sowie dem 3. Oktober müssen diese in der Gepäckaufbewahrung an den Eingängen abgegeben werden.

Für Taschen gilt eine Maximalgröße von 10 x 20 x 15 Zentimetern, was ungefähr dem Volumen von drei Milchtüten entspricht. Security-Mitarbeiter kontrollieren am Eingang, gegebenenfalls müssen größere Taschen oder Rucksäcke in der Gepäckaufbewahrung abgegeben werden. Die genauen Standorte finden sie in der Karte.

Lebende Tiere haben auf dem Festgelände nichts zu suchen - mal abgesehen von den Brauereirössern, die bei den Umzügen eine Kutsche ziehen. Oder es handelt sich um einen Blinden- oder Assistenzhund. Ansonsten gilt: Tiere unbedingt zu Hause lassen.

Kann ich mein Bier selbst mitbringen?

Im Zelt: auf keinen Fall! Hier will der Wirt Geld verdienen. Auf dem Festgelände sind zudem Glasflaschen verboten. Was dazu führt, dass Flaschensammler ein gutes Geschäft an den Eingängen zum Oktoberfest machen, wenn so mancher Wiesngast sein Bier noch schnell leertrinkt, bevor er rein darf.

Darf ich Masskrüge mitnehmen?

Die gläsernen Krüge in den Zelten sind Eigentum der jeweiligen Brauerei. Auch wenn der Bierpreis manch einem doch recht hoch erscheinen mag, damit ist nicht automatisch auch der Krug bezahlt. Sollten Sie da anderer Meinung sein und den Masskrug einfach mit aus dem Zelt nehmen, könnte das sehr wahrscheinlich in einer Anzeige wegen Diebstahls enden.

Die wichtigsten Termine zum Oktoberfest

Die Wiesn ist weit mehr als Achterbahnfahren und Biertrinken im Festzelt. Die wichtigsten Termine im Überblick:

  • Los geht es mit dem Einzug der Wiesnwirte am ersten Samstag (21.9.2019): Von 10.45 Uhr an stellen sich die Chefs der Festzelte in der Josephspitalstraße in der Münchner Innenstadt auf und machen sich in ihren Festkutschen auf den Weg zur Theresienwiese. Vom Straßenrand aus lässt sich der bunte Zug aus Kutschen mit Wirten, Bier und prächtigen Brauereirössern gut beobachten.
  • Anstich durch den Münchner Oberbürgermeister um 12 Uhr im Schottenhamel Festzelt (Samstag, 21.9.2019): Wer hier dabei sein will, sollte einen Tisch reserviert haben, jemanden kennen, der reserviert hat, oder sehr früh aufstehen und sich an einem der Eingänge an vorderster Front positionieren - und dann bei Öffnung des Festgeländes rennen, um noch einen Platz im Zelt zu ergattern.
  • Trachten- und Schützenumzug am ersten Wiesnsonntag (22.9.2019): Tausende Trachtler und Schützen ziehen durch die Münchner Innenstadt zum Festgelände. Wer zuschauen will, positioniert sich am Straßenrand oder erwirbt ein Ticket für einen Platz auf einer Tribüne. Los geht es gegen 10 Uhr in der Maximilianstraße.
  • Promi-Events gibt es zahlreiche auf dem Oktoberfest. Zu den bekanntesten zählen der Almauftrieb im Käferzelt (22.9.2019) und die Damenwiesn von Regine Sixt (23.9.2019). Wenn Sie da allerdings einen Platz wollen, sollten Sie schon eine kleine Berühmtheit sein, jemanden kennen oder zumindest ein extrem gut gefülltes Portemonnaie haben.
  • Platzkonzert am Fuße der Bavaria am mittleren Wiesnsonntag (29.9.2019): Die Kapellen der Oktoberfestzelte spielen hier gemeinsam um 11 Uhr verschiedene Märsche und traditionelle Lieder. Wiesn-Promis, der Oberbürgermeister und Leute, die sich um das Oktoberfest verdient gemacht haben, dürfen dirigieren. Das Konzert endet mit der Bayernhymne, bei der das Publikum lauthals mitsingt, und Luftballons steigen an der Bavaria in den Himmel auf.
  • Der letzte Wiesn-Abend ist ein ganz besonderer Moment: Jedes Zelt hat sein eigenes Abschiedsritual zum Schankschluss, wenn die Anstrengungen von 16 Wiesn-Tagen ein Ende finden. Berühmt ist zum Beispiel das Ende im Hofbräu-Zelt: Wenn zum Abschied die Bedienungen auf die Biertische klettern, Wunderkerzen anzünden und das ganze Zelt im Schummerlicht zu "Angels" von Robbie Williams mitsingt.
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