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Essen auf dem Oktoberfest:Initiative fördert biologisch erzeugte Wiesnkost

Das breite Angebot sowie die ökologische Erzeugung und die regionale Herkunft spielen beim Essen auf der Wiesn eine immer wichtigere Rolle - die Stadt unterstützt diese Entwicklung.

Hopfen, Hendl - und das war's dann? Das ist, ganz klar, ein Irrtum. Natürlich gibt es auf der Wiesn sehr viel mehr zu essen, und das alles auch noch in weiter ansteigender Qualität. Im Herzkasperlzelt auf der Oidn Wiesn stellte Umwelt- und Gesundheitsreferentin Stephanie Jacobs (parteilos) am Dienstag Alternativen zur üblichen Wiesnkost vor. Besonders solche, die mit Fleisch aus artgerechter Tierhaltung zu tun haben. Denn deren Förderung ist das Ziel der Initiative "Zu Tisch - Besser iss das!", die das Referat gemeinsam mit dem Verein Genussgemeinschaft Städter & Bauern ins Leben gerufen hat. Der Zweite Bürgermeister Manuel Pretzl, Kommunalreferentin Kristina Frank sowie Wirtschaftsreferent und Wiesn-Chef Clemens Baumgärtner (alle CSU) nutzten die Gelegenheit, um auch ihre entsprechenden Initiativen vorzustellen.

Eigentlich aber sollten die Wiesnwirte Josef Schmidbauer und Claudia Trott (Hühnerbraterei Ammer) und Josef Bachmaier (Herzkasperlzelt) sowie der Münchner Vorsitzende des Hotel- und Gaststättenverbands und Wirt der Festhalle Schottenhamel, Christian Schottenhamel, im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen. Denn in ihren Zelten und Lokalen kommt das Fleisch aus artgerechter Tierhaltung ja auf den Tisch. Die Hühnerbraterei Ammer war die erste überhaupt auf der Wiesn, die ausschließlich auf Bio-Hendl setzte und diesen Kurs bis heute konsequent fortsetzt. Und im Herzkasperlzelt gibt es sowohl Fleisch aus biologischer Erzeugung, neben dem aus herkömmlicher Aufzucht, wie etwa Bio-Hähnchen oder Zickleinwürstchen von einem Biobauern aus der Oberpfalz, der obendrein noch als Musikant bei G. Rag und den Landlergschwistern, der Hauskapelle des Zelts, unterwegs ist.

Wiesn-Snacks

Sechs Alternativen zum Hendl

Bürgermeister Pretzl hob besonders die Anstrengungen des städtischen Guts Karlshof hervor, auf dem 550 Mastochsen gehalten werden. Artgerechte Haltung gibt es dort schon länger, auch viel mehr Auslauf als bei herkömmlicher Aufzucht. Nicht zuletzt deshalb setzt die Ochsenbraterei auf der Wiesn ausschließlich auf Ochsen von Gut Karlshof. Kommunalreferentin Kristina Frank strebt nun auch die Bio-Zertifizierung für Karlshof an. Dafür soll ein zusätzlicher Laufstall gebaut werden, auch das Futter soll dann komplett aus eigener Erzeugung kommen.

Abgesehen davon, so Wiesn-Chef Clemens Baumgärtner, hat auch das Angebot an vegetarischen und veganen Speisen auf dem Oktoberfest stark zugenommen. Und die Stadt fördert das breite Angebot sowie die ökologische Erzeugung und die regionale Herkunft nicht zuletzt durch die entsprechende Vergabe von Punkten, die für die Zulassung zur Wiesn wichtig sind. Dieses System der Förderung habe sich sehr bewährt, so Baumgärtner. Eingefleischte Fleischliebhaber rief er recht salopp dazu auf, "auch einmal ein Gemüsepflanzerl zu probieren: Das Zeug schmeckt nämlich gar nicht schlecht!"

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