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Oktoberfest:Bis zu 11,80 Euro für eine Mass auf der Wiesn

Oktoberfest 2017

Die Preiserhöhung wird mit gestiegenen Kosten begründet.

(Foto: Getty Images)

Neues Oktoberfest, neue Preise: Im Schnitt wird das Bier 30 Cent teurer als im Vorjahr.

Der Sommer ist gerade erst richtig in Fahrt gekommen, da wird der Münchner schon gezwungen, sich mit dessen Ende auseinanderzusetzen. Gemeint ist damit nicht die Tatsache, dass die Tage wieder kürzer werden, sondern der erste Hinweis auf die fünfte Jahreszeit, die unweigerlich auf den Sommer folgt: die Wiesn. Dieser erste Hinweis ist für den Münchner eine willkommene Ablenkung zum Grantln über die Hitze, denn es geht darum, was das Bier auf dem Oktoberfest kosten wird. Und wie allzu oft sind es ein paar Cent mehr als im Vorjahr.

Dieses Jahr ist keine Ausnahme. Um die drei Prozent mehr als im Vorjahr kostet die Mass 2019. Vergangenes Jahr bewegte sich die Preisspanne in den großen Festhallen von 11,10 bis 11,50 Euro, heuer sind es 11,40 bis 11,80 Euro. Das günstigste Wiesnbier hat wieder das Augustiner. 11,80 Euro kostet die Mass im Hacker, in der Bräurosl, bei Käfer, im Löwenbräu, im Marstall, im Paulaner- und im Schützen-Festzelt. Bei den mittleren Betrieben ist die günstigste Mass für 11,20 Euro am Familienplatzl zu haben, die teuerste mit 11,80 Euro bei Poschner's Hühner- und Entenbraterei. Auf der Oidn Wiesn bewegen sich die Preise zwischen 10,80 Euro (Museumszelt) und 11,40 Euro (Festzelt Tradition und Herzkasperl Festzelt). Der Liter Weißbier kostet im Schnitt 13,43 Euro, im Vorjahr waren es 13 Euro, Limo im Schnitt 9,56 Euro, der Liter Spezi 10,10 Euro und ein Liter Wasser 8,87 Euro.

Die höheren Preise begründen die Oktoberfest-Wirtesprecher mit gestiegenen Preisen für den Aufbau, mit den Bemühungen, das Fest nachhaltiger zu gestalten - von regionalem Essen bis hin zu Ökostrom - sowie mit gestiegenen Einkaufspreisen bei den Brauereien und einer Lohnerhöhung beim Personal. Mit der "erträglichen" Erhöhung habe man "gerade einmal die wesentlichen Preistreiber aufgefangen", sagt Peter Inselkammer. Im Schnitt ist die Mass 32 Cent teurer. Und es lässt sich die vorsichtige Vorhersage treffen, dass eine Wiesnbedienung beim Preis von 11,80 Euro mit einem Aufrunden auf 12 Euro nicht glücklich sein wird.

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Bayern, bitte wegschauen. Dieser Text richtet sich an Menschen, die das Wort "Wiesn" für einen Plural halten und "Mass" mit langem "a" aussprechen.   Von Camilla Kohrs