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Wirtschaftsfaktor Oktoberfest:"Jeder hat den Koa-Wiesn-Blues"

Munich Tightens Restrictions As Coronavirus Cases Rise

Achterbahnen, Wiesnzelte, taumelnde Besucher - Fehlanzeige. Wo um diese Jahreszeit eigentlich das Leben tobt, herrscht derzeit bedrückende Leere.

(Foto: Getty Images)

Das Oktoberfest spült normalerweise viele Millionen Euro in die Kassen von Münchner Unternehmen. Wie Wirte und Brauer mit dem Ausfall dieses Jahr umgehen und warum es im Umland viel positiver aussieht.

Von Christian Rost

Corona drückt seit Monaten auf die Stimmung in der Stadt, und jetzt hat der Sprecher der Wienswirte noch einen weiteren grassierenden Infekt ausgemacht: "Jeder hat den Koa-Wiesn-Blues", fasst Peter Inselkammer die Gemütslage nicht nur bei seinen Wirtekollegen zusammen. Für die vielen Fans der fünften Münchner Jahreszeit müssen sich diese Tage anfühlen wie verloren. Auch Wirtschaftsreferent Clemens Baumgärtner vermisst ganz privat "das spezielle Lebensgefühl" beim Bummel durch die Buden- und Schaustellergassen und sorgt sich schon qua Amt um die Folgen für die Stadt. Die Wiesn als Wirtschaftsfaktor mit gewaltigen 1,3 Milliarden Euro Umsatz fällt heuer komplett weg, das reißt tiefe Löcher in die Bilanzen, nicht nur bei den Festwirten und Beschickern des größten Volksfestes der Welt. "Wer momentan mit dem Taxi fährt, schaut in die leeren Augen und Geldbeutel der Fahrer", sagt Baumgärtner. "Und die Hoteliers sind am Verzweifeln."

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