OktoberfestMünchen stellte 450 Oktoberfest-Lizenzen für Influencer aus

Cathy Hummels hatte für ihren Wiesnbummel die notwendige Lizenz gekauft.
Cathy Hummels hatte für ihren Wiesnbummel die notwendige Lizenz gekauft.
Foto: Felix Hörhager/dpa

Die Wiesn-Lizenz für Leute, die ihr Geld mit Instagram und Co. verdienen, füllt die Stadtkasse. Nach einem Rassismus-Eklat auf dem Oktoberfest trat ein österreichischer Politiker zurück.

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Liebe Leserinnen und Leser, herzlichen Dank für das Interesse an unserer Wiesn-Berichterstattung! An dieser Stelle beenden wir nun den News-Ticker zum Oktoberfest 2026. Weitere Berichterstattung dazu finden Sie laufend auf unserer Oktoberfest-Themenseite.
München stellt 450 Oktoberfest-Lizenzen für Influencer aus
ÖVP-Funktionär nach rassistischen Beleidigungen zurückgetreten
Wiesn-Mitarbeiter nach Unfall außer Lebensgefahr
Der letzte Abend und das große Aufräumen
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herzlichen Dank für das Interesse an unserer Wiesn-Berichterstattung! An dieser Stelle beenden wir nun den News-Ticker zum Oktoberfest 2026. Weitere Berichterstattung dazu finden Sie laufend auf unserer Oktoberfest-Themenseite.


Ulrike Putz

München stellt 450 Oktoberfest-Lizenzen für Influencer aus

Die Stadt München hat mit Oktoberfest-Lizenzen für Influencer mehr als 100 000 Euro eingenommen. Die Einnahmen lagen im niedrigen sechsstelligen Bereich, wie eine Sprecherin des Münchner Wirtschaftsreferates der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Die Gelder sollen nun zweckgebunden in den Schutz der Marke Oktoberfest fließen. 

Bis zum Tag nach dem Ende der Wiesn seien etwa 450 Influencer- und Werbe- beziehungsweise Unternehmenslizenzen erteilt worden – allerdings könnten es noch mehr werden. Nachträgliche Lizenzen für diejenigen, deren Wiesn-Posts von der Stadt entdeckt werden, kosten nach Angaben des Referates mehr: „Vorab nicht lizenzierter Content muss nachlizenziert werden und wird aufgrund des höheren Aufwands teurer.“ Die Auswertung und Zusammenfassung des gesamten Projekts werde noch einige Zeit in Anspruch nehmen. „So läuft zum Beispiel immer noch das Screening“, sagte die Sprecherin. 

So schnell wird die Wiesn wieder abgebaut


Der Aufbau der Zelte und Fahrgeschäfte hat zwölf Wochen gedauert, der Abbau geht wesentlich schneller – nämlich gerade einmal sieben Wochen. Bis 20. November muss die Theresienwiese wieder frei sein. Dabei gilt laut Stadt ein genau festgelegter Zeitplan.

Den Zeitraum ausreizen dürfen nur die großen Festhallen. Die Oide Wiesn und die Zelte, die im Bereich des Tollwood-Winterfestivals stehen, müssen schon bis 30. Oktober weg sein. Fahrgeschäfte, Imbisse, Bratereien und Cafézelte haben nur bis zum 16. Oktober Zeit, das Festgelände zu verlassen. Die anderen kleineren Geschäfte müssen schon bis Ende dieser Woche weg sein.

Die Theresienwiese wird dann nach und nach auch wieder für Fußgänger und Radfahrer freigegeben. Die jeweils aktuellen Querungsmöglichkeiten veröffentlicht die Stadt auf ihrer Internetseite.

Von der Wiesn ins P1 – wohin es Besucher nach dem Oktoberfest zog

Nicht immer fielen die Gäste nach dem Wiesn-Besuch gleich ins Bett. Daten von Uber aus den ersten neun Tagen des Oktoberfests zeigen, wohin sich die Besucher von ausgewählten Abholpunkten rund um die Wiesn fahren ließen, wie das Unternehmen mitteilt. Demnach finden sich unter den häufigsten Zielen gleich zwei bekannte Münchner Clubs: Das P1 führt das Ranking an, auf Platz drei liegt die Rote Sonne. Auf Platz zwei findet sich der Flughafen München. Doch auch Hotels und Unterkünfte, die Münchner Altstadt und das Hofbräuhaus zählen zu häufigen Zielen der Uber-Nutzer nach der Wiesn. 

Manchmal ging es jedoch auch bis weit vor die Tore der Stadt: Die längste After-Wiesn-Fahrt mit einem Uber erstreckte sich über 168 Kilometer. In knapp zwei Stunden ging es ins Nachbarland Österreich, bis zum Fuschlsee in Hof bei Salzburg. 

Die internationale Ausrichtung des Oktoberfests spiegelte sich auch bei den Uber-Fahrten wider: Gäste aus den USA, von wo ja auch besonders viele Menschen zu diesem Anlass nach München reisen, stachen auch bei den Uber-Nutzern hervor, sie machten etwa 30 Prozent der Fahrten internationaler Gäste aus, heißt es. Dahinter folgten Großbritannien, Spanien, Italien und die Schweiz. Wobei am zweiten Wiesn-Samstag, am sogenannten Italiener-Wochenende, so viele Menschen aus Italien und Spanien mit Uber unterwegs waren wie an keinem anderen Wiesn-Tag.

Weniger Müll als im Vorjahr, aber 127 000 Kilogramm Scherben


Mehr Gäste, aber weniger Müll: Der Besucherrekord auf der Wiesn schlägt sich nicht in der Bilanz des städtischen Abfallwirtschaftsbetriebs (AWM) nieder. Die Straßenreinigung kehrte in den 16 Nächten 92 Tonnen Müll auf dem Festgelände zusammen. Im Vorjahr waren es 93 Tonnen. In den Straßen ringsum fielen 54 Tonnen an, ebenfalls eine Tonne weniger als 2025. Immer zwischen 2 und 8 Uhr waren bis zu 30 Beschäftigte im Sondereinsatz.

Scherben bringen Glück – und davon gab es reichlich: Ganze 127 Tonnen gemischten Glasbruch verzeichnete der AWM unter den 1015 Tonnen Müll, die insgesamt während des Oktoberfests anfielen. Außerdem wurden 804 Tonnen Restmüll entsorgt und 84 Tonnen Papier. Ebenfalls 30 Mitarbeitende kümmerten sich im sogenannten Containerdienst um die 24 Entsorgungsplätze sowie um die Mülltonnen. 
Felix Hörhager/dpa

Hier können Bier- und Hendlmarken noch eingelöst werden

Wer nach der Wiesn noch Wertmarken übrig hat, muss diese nicht wegwerfen. Die Zelte bieten unterschiedliche Möglichkeiten die Gutscheine noch einzulösen. Allerdings nur an speziellen Orten und mit Fristen. Einen Überblick, welches Zelt welche Bedingungen hat, finden Sie hier:

ÖVP-Funktionär nach rassistischen Beleidigungen zurückgetreten

Der Mann, der in einem viral gegangenen Clip einen Content Creator auf dem Oktoberfest rassistisch beleidigt hat, ist von seinen kommunalpolitischen Ämtern zurückgetreten, die er für die Österreichische Volkspartei (ÖVP) bekleidet hat. Das berichtet der Bayerische Rundfunk. Dem BR gegenüber erklärt der Gemüsebauer aus Tirol, seine Aussagen seien "inakzeptabel und nicht in Ordnung". Dafür wolle er die Verantwortung tragen. 

In den vergangenen Tagen kursierten in sozialen Netzwerken Videos des Content Creators "c.adaamm", der den nun zurückgetretenen ÖVP-Funktionär offenbar zufällig auf dem Oktoberfest traf. "Du bist hier nicht zu Hause", erklärt dieser darin. In Deutschland seien die Deutschen "zu Hause" – und diese seien "weiß".

Nach der Veröffentlichung der Videos gab es auch aus Teilen der ÖVP scharfe Kritik an den Äußerungen des Funktionärs. Wie der ORF berichtet, distanzierte sich die ÖVP-Bezirksparteiobfrau für Tirol, Cornelia Hagele. Man müsse sich gegen gesellschaftliche Spaltung und Rassismus einsetzen, erklärte sie. Auch der "Verein der Tiroler Gemüsebauern", in dem der Mann Mitglied ist, hatte zuvor bereits erklärt, die Äußerungen des Mannes seien "inakzeptabel und stehen im Widerspruch zu den Werten unseres Vereins".

Polizei stellt Taschendiebe

Kurz vor Wiesnschluss sind der Polizei am Sonntagabend noch Taschendiebe ins Netz gegangen. Nachdem eine 26-jährige Irin gegen 19.30 Uhr bei der Polizei den Diebstahl ihrer Handtasche samt Mobiltelefon gemeldet hatte, wurde das Handy der Frau mittels der eingeschalteten Standortfunktion geortet. Es befand sich in einer Trambahn nahe des Festgeländes. Als Beamte in die betreffende Tram einstiegen, stellten sie die Handtasche bei einem 28 Jahre alten Mann sicher. Dieser wurde vorläufig festgenommen und erkennungsdienstlich behandelt. Die 26-Jährige bekam ihre Handtasche zurück.

Bereits eine Stunde zuvor waren zwei Männer im Paulaner-Zelt von Taschendiebfahndern aus Frankfurt am Main beobachtet worden, wie sie offensichtlich nach Wertgegenständen Ausschau hielten. Dabei versuchte einer der Männer zunächst, in die Handtasche einer Besucherin zu greifen, während der zweite sich so positionierte, dass die Sicht auf das Geschehen verdeckt wurde. Der Griff in die Tasche blieb jedoch erfolglos, ebenso wie anschließende Versuche, Geldbörsen von Kellnern zu entwenden. Als die Männer das Zelt verließen, wurden sie vorläufig festgenommen. Bei ihnen handelt es sich um einen 54-Jährigen und einen 39-Jährigen, jeweils aus Rumänien. Sie wurden wegen des versuchten Handtaschendiebstahls im besonders schweren Fall angezeigt und anschließend der Haftanstalt des Polizeipräsidiums München überstellt. Im Laufe des Montags sollten sie einem Haftrichter vorgeführt werden.

27-Jähriger belästigt Frau und schlägt mit Masskrug zu

Ein Schlag, drei Verletzte: Am letzten Wiesnsonntag hat es noch einmal eine Auseinandersetzung mit einem Masskrug gegeben. Ein 27-Jähriger aus Nordrhein-Westfalen hatte um kurz nach 17 Uhr im Paulaner-Festzelt versucht, eine Frau zu küssen. Weil diese das nicht wollte und es auch deutlich zu verstehen gab, versuchte ein 46 Jahre alter Schweizer dazwischenzugehen. Daraufhin schlug ihm der 27-Jährige einen Masskrug auf den Kopf.

Der Schweizer erlitt dadurch eine Gehirnerschütterung und eine Platzwunde, die im Krankenhaus genäht werden musste. Der 46-Jährige blieb zur Überwachung über Nacht stationär in der Klinik. Von den entstandenen Glasscherben wurden außerdem zwei Frauen getroffen und an den Händen verletzt, eine 48-Jährige aus München und eine 35-Jährige aus Dachau. Der mit rund drei Promille alkoholisierte Masskrugschläger wurde festgenommen und in die Haftanstalt des Polizeipräsidiums München gebracht. Gegen ihn wird nun wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Wiesn-Mitarbeiter nach Unfall außer Lebensgefahr

Der 47-Jährige, der am Sonntagmorgen bei einem Betriebsunfall auf der Oidn Wiesn schwer verletzt worden ist, schwebt nach Angaben der Polizei vom Montagmittag nicht mehr in unmittelbarer Lebensgefahr. Der Mitarbeiter der Schiffsschaukel war gegen 10.15 Uhr von einer Schaukel getroffen worden und musste noch am Unfallort reanimiert werden, ehe er in ein Krankenhaus gebracht werden konnte. Dort wurde er wegen einer schweren Halswirbelverletzung behandelt. 

Der Mann hatte sich der Polizei zufolge vermutlich in einem Bereich des Fahrgeschäfts aufgehalten, in dem er sich nicht hätte aufhalten dürfen. Die Ermittlungen zu dem Geschehen hat das für Betriebsunfälle zuständige Kommissariat 13 der Münchner Kripo übernommen. Nach einer zeitweiligen Schließung hatte die Schiffsschaukel am Sonntagabend den Betrieb wieder aufgenommen.

Viel los für die Sanitäter am letzten Wiesntag

Eine Wiesn geht leider nie ohne Verletzungen und Notfälle vorbei – das zeigt auch der letzte Tag. Die Aicher Amublanz, die auf dem Festgelände zuständig ist, hat mitgeteilt, sie sei am Sonntag mit mehr als 150 Einsatzkräften im Einsatz gewesen.

641 Patientinnen und Patienten habe sie am letzten Wiesntag versorgt, davon 565 in Behandlung. 342 davon seien Bagatellfälle gewesen. Mit Tragen mussten die Einsatzkräfte 131 Mal ausrücken. Ein Patient wurde im Anschluss an eine CT-Untersuchung in eine Münchner Klinik gebracht. Insgesamt mussten sieben Leute nach der Erstversorgung auf dem Wiesn-Gelände in ein Krankenhaus transportiert werden.
Johannes Simon

Der letzte Abend und das große Aufräumen

Zum Abschluss wurde auf der Wiesn noch mal richtig gefeiert, die Bedienungen tanzten auf den Tischen, die Wunderkerzen erhellten die Zelte und überall wurde noch mal zugeprostet und angestoßen. Danach begann das letzte große Aufräumen. Eindrücke vom Wiesn-Finale:

Aus is! 

16 Tage Wiesn-Wahnsinn, sie sind nun also tatsächlich vorbei. In den Zelten feiern die Gäste, aber auch die Wirte, die Küchen und Bedienungen, dass es vorbei ist. Denn, wie sagt man so schön: Aus is und gar is, und schad is, dass’s wahr is. Aber keine Angst, in 349 Tagen heißt es auch schon wieder: Ozapft is! Der Oberbürgermeister jedenfalls, der diesen legendären Satz dann wohl wieder ausrufen wird, feiert gerade das Finale in der Bräurosl: Dominik Krause.
Johannes Simon

Ein letzter Abend auf der Wiesn

Sonntagabend. Das heißt: Ein letztes Mal - zumindest heuer - kann es rund gehen auf der Wiesn. Und die Menschen scheinen tatsächlich noch nicht genug zu haben: Es ist bei Weitem nicht so voll wie am gestrigen Samstag, aber das Gelände ist doch einmal mehr gut besucht - und startet mit großen Schritten ins Finale. 
Foto: Jacqueline Lang

Vorfall beim Böllerschießen: Schuss geht nach vorne

Beim Böllerschießen zum Abschluss des Oktoberfests hat sich versehentlich ein Schuss gelöst. Auf einem Video ist zu sehen, wie bei den Schützen unterhalb der Bavaria ein Schuss nach vorn statt nach oben geht.
 
Es habe einen Fehlschuss gegeben, bestätigte Kommandant Werner Waschbichler der dpa. „Aufgrund der vorgegebenen Sicherheitsabstände ist nichts passiert.“ Es sei noch nicht klar, wie es zu dem Vorfall gekommen sei. Das Kreisverwaltungsreferat werde diesen nun untersuchen.

Das Böllerschießen ist ein traditioneller Teil des Oktoberfests. Dabei versammeln sich rund 60 Schützen in bayerischer Tracht auf den Stufen unterhalb der Bavaria. Mit Salutschüssen, Schwarzpulver und weißem Rauch wird das Volksfest verabschiedet. Dazu gibt es Blasmusik. Zum Abschluss wird die Bayernhymne angestimmt; anschließend werden die Gewinner des während der Wiesn im Schützen-Festzelt ausgetragenen Oktoberfest-Landesschießens geehrt.


Ritual am letzten Wiesntag: Böllerschützen auf den Stufen unterhalb der Bavaria.
Ritual am letzten Wiesntag: Böllerschützen auf den Stufen unterhalb der Bavaria. Foto: Johannes Simon
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