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Oktoberfest-Kopie in China:O'zapft is mit Steckerlkraken und Plastikdirndl

Das Oktoberfest hat begonnen - nicht das in München, sondern das in China. Die Hafenstadt Qingdao eifert der Wiesn nach und ähnelt dem Original. Beinahe zumindest.

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24th China Qingdao International Beer Festival

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Das Oktoberfest hat begonnen - nicht das in München, sondern das in China. Die Hafenstadt Qingdao eifert der Wiesn nach und ähnelt dem Original. Beinahe zumindest.

Chinesische Schriftzeichen auf dem Oktoberfest? Keine Sorge, liebe Traditionsbewusste: Es handelt sich nicht um München, sondern um Qingdao.

Oktoberfest in China

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Auf dem "chinesischen Oktoberfest" wird Bier in Maßkrüge gezapft. Alles wie in Bayern also?

Oktoberfest in China

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Die Stimmung scheint ähnlich gut wie auf der Wiesn, und Festzelte gibt es auch. Die chinesische Hafenstadt Qingdao eifert München nach, den Angaben des Veranstalters zufolge ist das "Internationale Bierfest von Qingdao" das größte derartige Fest Asiens. Im Jahr 2014 feiert es bereits seine 24. Ausgabe.

Oktoberfest in China

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Auf dem Festgelände scheint das Original zum Greifen nah. Aber nur fast. In Qingdao sind nicht nur Münchner Brauereien vertreten...

Oktoberfest in China

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...und Steckerlfisch wird in China auch etwas anders interpretiert: Hier gibt es Tintenfisch. Die Luft auf der chinesischen Wiesn riecht nach Bier und Meeresfrüchten. Auf den Tischen türmen sich aufgespießte Krabben und eingelegte Erdnüsse, auf dem Boden liegen Haufen von Austernschalen, Glasscherben und Plastikmüll. Und auch bei der Kleidung....

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...liegt man knapp neben dem Original. Diese beiden Besucherinnen versuchen sich im Bayerntum und tragen ihre Variante des Dirndls. Qingdao liegt etwa 800 Kilometer südlich von Peking, die Besucher reisen teilweise mehrere Tage lang mit dem Zug an.

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Auch die Männer präsentieren sich (fast) stilecht. Der wichtigste Bestandteil einer Lederhose - scheint diese Gruppe erkannt zu haben - sind wohl die Hosenträger. In diesem Sinne: Prost! Oder, wie es hier heißt: Gan Bei! Wörtlich übersetzt bedeutet das "den Bechner trocknen". Also eher "schwoabs obi".

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Wer keine Hosenträger und Karohemden zur Hand hat, trägt einfach Deutschland-Trikot. Passt scho.

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Die feierfreudigen Besucher in Qingdao freuen sich an lustigen Kostümierungen genau so wie die in München. Grölend werden Bierkrüge geschwenkt, dumpf dröhnen Bässe aus Lautsprechern. An den 16 Tagen des Bierfestes wollen die Veranstalter mehr als vier Millionen Besucher anlocken. Zum Vergleich: Auf die echte Wiesn strömen jedes Jahr etwa sechs Millionen Menschen. Mit einer Fläche von etwas 20 Hektar ist das Bierfest nur etwas mehr als halb so groß wie das Münchner Vorbild.

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Es gibt die unterschiedlichsten Biersorten - auch bayerische. Doch vom Reinheitsgebot hält man in Qingdao nicht so viel wie in Bayern. Und auch die Eröffnungsfeier wird nicht so aufwändig zelebriert wie in München, in diesem Jahr wurde sie sogar kurzfristig abgesagt. Von der Stadtverwaltung hieß es knapp, es solle in diesem Jahr kein Geld für eine üppige Veranstaltung verplempert werden. Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping hatte dem Land vergangenes Jahr eine neue Sparsamkeit verordnet und Parteifunktionären Bankette verboten.

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Den Besuchern scheint das egal zu sein, sie kommen auch ohne üppige Auftaktveranstaltung zum Bierfest - und denken sich kreative Trinkgefäße jenseits des Maßkrugs aus. In München undenkbar? Mal abwarten, denn bald ist es wieder soweit. Das Original beginnt dieses Jahr am 20. September.

© Süddeutsche.de/dpa/ebri
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