Oktoberfest-Attentat:"Der verheerendste Terroranschlag in der Geschichte der Bundesrepublik"

Oktoberfest-Attentat: Oberbürgermeister Dieter Reiter bei der Gedenkveranstaltung.

Oberbürgermeister Dieter Reiter bei der Gedenkveranstaltung.

Zum Jahrestag des Oktoberfest-Attentats von 1980 haben Politiker und Opferangehörige Aufklärung verlangt.

Zum Jahrestag des Oktoberfest-Attentats von 1980 haben Politiker und Opferangehörige Aufklärung verlangt. "Es ist schließlich immer noch eines der schlimmsten Ereignisse in unserer Stadtgeschichte. Es ist immer noch der verheerendste Terroranschlag in der Geschichte der Bundesrepublik", sagte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) am Montag bei dem von der DBG-Jugend organisierten Gedenken an der Wiesn. "Es ist ein barbarischer Akt, der, insbesondere was die Hintergründe und die Drahtzieher betrifft, leider immer noch nicht vollständig aufgeklärt ist."

Am 26. September 1980 riss die Bombe zwölf Volksfestbesucher in den Tod, mehr als 200 wurden verletzt. Auch der Attentäter Gundolf Köhler starb. Die Ermittler schlossen die Akten damals mit dem Ergebnis, Köhler habe die Tat alleine begangen.

Seit Dezember 2014 wird neu ermittelt. Obwohl es "objektive Befunde" gegeben habe, dass mehr als eine Person beteiligt war, sei 1980 "nur halbherzig, jedenfalls nicht mit der erforderlichen Akribie untersucht, manche sagen auch vertuscht worden", sagte der Vorsitzende des NSU-Untersuchungsausschusses im Bayerischen Landtag, Franz Schindler (SPD). Taten aus der rechtsextremen Szene seien über Jahrzehnte verharmlost worden. dpa/Foto: Robert Haas

© SZ vom 27.09.2016 / DPA
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