Mitten in Giesing:Kulturdult wird zum Festival

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Mitten in Giesing: Im Jahr 2018 lief das Stadtteilfest "Ois Giasing" am Giesinger Grünspitz noch unbeschwert ab.

Im Jahr 2018 lief das Stadtteilfest "Ois Giasing" am Giesinger Grünspitz noch unbeschwert ab.

(Foto: Robert Haas)

Die ursprünglich eintägige Veranstaltung "Ois Giasing" hat sich gemausert zu einem mehrmonatigen Sommerprogramm mit zahlreichen Bands und kleinen, aber feinen Straßenfesten.

Von Ilona Gerdom

Eine Bühne am Giesinger Grünspitz, eine im Kronepark und eine im Kulturzentrum Giesinger Bahnhof, bespielt von zahlreichen Künstlerinnen und Künstlern: Beim "Ois Giasing Sommer" wird von Juli bis Oktober einiges geboten. Inzwischen ist aus dem, was einmal als Ein-Tages-Veranstaltung begonnen hat, ein Festival mit Traditionscharakter für Giesing geworden.

Angefangen habe alles 2017, erinnert sich Ruth Feile. Sie ist Vorstandsmitglied im Verein "Wir in Giesing", der das Ereignis plant und veranstaltet. Vor fünf Jahren entstand es als "Kulturdult". "Die Idee war, die Kultur im Viertel sichtbar zu machen", erklärt die Mitorganisatorin. In den Folgejahren wurde das Ganze erweitert zu einem eintägigen Festival für alternative Musik.

"2020 hatten wir schon Anlauf genommen", erzählt Feile weiter, aber dann kam wie bei vielen Feierlichkeiten der vergangenen zwei Jahre Corona dazwischen. Das Programm wurde geändert, statt sechs Bühnen gab es nur noch eine. Bespielt wurde sie über mehrere Monate von verschiedenen Bands. 2021 lief es ähnlich. In diesem Jahr sei es "hybrid". Das heißt, es gibt ein großes Eröffnungswochenende von Freitag, 1. Juli, bis Sonntag, 3. Juli, mit Programm an verschiedenen Orten. Danach finden bis Samstag, 1. Oktober, an den Wochenenden Konzerte auf den Bühnen am Grünspitz, Kronepark und Giesinger Bahnhof statt.

Menschenmassen sind nicht das Richtige für den dritten Pandemie-Sommer

Eigentlich hätte man gerne, wie 2017, nur an einem Tag Programm gemacht, so die Veranstalter. Aber es ist ja immer noch Pandemie: "Wir wollten einfach nicht, dass alles abgesagt wird." Zudem seien bei den "Ursprungsfestivals" bis zu 25 000 Besucherinnen und Besucher gekommen, sagt Feile. So viele Menschen auf einmal, "das ist nicht das Richtige für den dritten Pandemie-Sommer."

An manchen Wochenenden wird es auch Nebenschauplätze geben: In einigen Straßen wie zum Beispiel der Weinbauern-, Watzmann- oder St.-Martin-Straße werden an ausgewählten Tagen "kleine, feine Straßenfeste" gefeiert. So sei das eben im Viertel, sagt Feile und lacht, das lasse sich nicht vermeiden: "Wenn in Giesing gefeiert wird, wollen alle mitfeiern."

Los geht es am Freitag, 1. Juli, am Grünspitz von 19 Uhr an mit einem Aufritt der Band Attwenger. Am Samstag treten unter anderem Dub Invaders und die ATP Crew in der Kulturbar Riffraff auf. Außerdem laden mehrere Straßenfeste zum Besuch ein. Sonntag spielt im Kronepark Sunday Collective. Das vollständige Programm gibt es online unter www.wir-in-giesing.de. Der Eintritt zu allen Ois-Giasing-Veranstaltungen ist frei, jedoch freut sich der Verein über Spenden.

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