Ölkrise in den SiebzigernWie es war, als München stillstand

Lesezeit: 6 Min.

Wo sonst der Verkehr entlangrauschte, wie auf der Ludwigstraße, herrschte am ersten autofreien Sonntag in München gespenstische Stille.
Wo sonst der Verkehr entlangrauschte, wie auf der Ludwigstraße, herrschte am ersten autofreien Sonntag in München gespenstische Stille. Imago/Werek

Seit dem Iran-Krieg haben sich Benzin und Diesel massiv verteuert. Vor 50 Jahren zwang eine ähnliche Situation die Münchner zu harten Einschnitten: Heizungen blieben kalt, Straßen verwaist – und in Kellern entstanden Mini‑Reaktoren.

Von Catherine Hoffmann

Es war, als hätte jemand den Stecker gezogen. Am 25. November 1973 wachte München auf und hörte: nichts. Kein Hupen, kein Röhren von Motoren, kein Poltern über das Kopfsteinpflaster. „Als wenn die Pest ausgebrochen wäre“, sagte ein Polizist später, der an diesem ersten autofreien Sonntag Streife fuhr. Selbst der sonst rauschende Mittlere Ring lag still. Nur das Trappeln der Pferdedroschken und das leise Schmatzen der Fahrradreifen auf dem nassen Asphalt waren zu hören.

Zur SZ-Startseite

Edeka an der Osterwaldstraße
:Wenn nicht nur ein Laden schließt, sondern das Herz eines Viertels verloren geht

Bei Herta Tausch konnte man jahrzehntelang nicht bloß Brezn und frisches Gemüse kaufen; man konnte dort auch seine Sorgen und Wünsche lassen. Über das Ende eines besonderen Ortes und eine Händlerin mit Bundesverdienstkreuz.

SZ PlusVon Lena Bammert

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: