Es war, als hätte jemand den Stecker gezogen. Am 25. November 1973 wachte München auf und hörte: nichts. Kein Hupen, kein Röhren von Motoren, kein Poltern über das Kopfsteinpflaster. „Als wenn die Pest ausgebrochen wäre“, sagte ein Polizist später, der an diesem ersten autofreien Sonntag Streife fuhr. Selbst der sonst rauschende Mittlere Ring lag still. Nur das Trappeln der Pferdedroschken und das leise Schmatzen der Fahrradreifen auf dem nassen Asphalt waren zu hören.
Ölkrise in den SiebzigernWie es war, als München stillstand
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Seit dem Iran-Krieg haben sich Benzin und Diesel massiv verteuert. Vor 50 Jahren zwang eine ähnliche Situation die Münchner zu harten Einschnitten: Heizungen blieben kalt, Straßen verwaist – und in Kellern entstanden Mini‑Reaktoren.
