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Leihräder:Jetzt sind fast alle Obikes verschwunden

Obike Leihfahrräder am Englischen Garten in München im Juli 2018

Ärgernis Obike: Noch im Sommer 2018 fanden sich die zerstörten Leihräder an zig Stellen in München zu Dutzenden - so wie hier am Englischen Garten. Inzwischen sind laut Stadt fast alle verräumt.

(Foto: Florian Peljak)

Für die Stadt waren die Tausenden Obikes in München eine "extrem lästige Plage". Seit Fasching hat der umstrittene Anbieter nun nahezu alle seine Räder weggeräumt.

Die kaputten orangefarbenen Räder in Bäumen oder der Isar gehören in München größtenteils der Geschichte an: Der wirtschaftlich angeschlagene Leihanbieter Obike hat seit dem Fasching die meisten seiner überwiegend zerstörten und fahruntauglichen Fahrräder weggeräumt. "Die ganz große Masse der Räder ist verschwunden", sagt der städtische Radverkehrsbeauftragte Florian Paul. Es gebe noch immer einige Fahrräder in der Stadt, die aber kein großes Problem mehr seien.

Seit fast einem Jahr hatte die Stadtverwaltung versucht, die Tausenden von Billigrädern loszuwerden. Die Behörden drohten Obike monatelang mit einer Beseitigungsanordnung. Dieser sei der Leihanbieter jetzt zuvorgekommen, sagt Paul. Nach vielen erfolglosen Kontaktversuchen habe sich im Januar die deutsche Vertretung des Unternehmens gemeldet und die Stadt um die Standorte der Fahrräder gebeten. Viele der kaputten Räder wurden zwischenzeitlich an Sammelstellen gelagert oder von privaten Firmen eigenständig weggeräumt. In der Faschingswoche sammelte laut Paul eine von Obike beauftragte Beseitigungsfirma etwa 1000 gelagerte und gesammelte Fahrräder ein.

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Obike war erst 2017 gegründet worden und bietet in mehreren europäischen Städten seine Leihräder an. Gründer Shi Yi hatte im Juli 2018 in einem Interview von wirtschaftlichen Schwierigkeiten gesprochen. Unruhe löste auch die Insolvenz von Obike Singapur aus. Auf die Geschäfte an anderen Standorten habe dies aber keine Auswirkungen, hatte der Anbieter im vergangenen Juni erklärt.

Der Müchner Radverkehrsbeauftragte zeigt sich zufrieden, dass die Behörden keine Beseitigungsfirma auf Kosten der Steuerzahler beauftragen mussten. Paul spricht von einer "extrem lästigen Plage, die wir jetzt losgeworden sind". Sorgen bereite ihm allerdings ein neuer Trend: Mit der geplanten Zulassung von E-Scootern könne es auf den Münchner Radwegen noch voller und noch gefährlicher werden.

© SZ.de / dpa/kast
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