Obersendling Sportpark-Konzept findet Gefallen

Gelände mit Zukunft: Auch der Tennispark könnte dem Konzept zufolge erhalten bleiben.

(Foto: Robert Haas)

Sogar ein Hallenbad an der Siemensallee ist im Gespräch

Von Jürgen Wolfram, Obersendling

Im Detail sind sie noch gar nicht fertig, doch die Pläne zur Gestaltung des ehemaligen Siemens-Sportparks in Obersendling lösen bei Lokalpolitikern des Münchner Südwestens, bei Vereinen und interessierten Bürgern schon jetzt Begeisterung aus. Das liegt daran, dass die Vorlagen sich weitgehend mit den Vorstellungen des Bezirksausschusses (BA) Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln über die Zukunft des 14 Hektar großen Areals decken, das die Stadt dem Siemens-Konzern vor geraumer Zeit abgekauft hat. Nach einem Treffen mit Vertretern der zuständigen Referate kommentierte der BA-Vorsitzende Ludwig Weidinger (CSU) bündig: "Das Grundkonzept passt, unsere Resolution war für die Stadt offenbar ein Leitfaden."

Dass konkurrierende Nutzungsinteressen im Spiel sind, wollte Weidinger nicht verschweigen. Doch die groben Linien seien absolut stimmig. Danach wird der Hermann-von-Siemens-Sportpark in verschiedene Bereiche aufgeteilt. Der nordwestliche Teil soll der Öffentlichkeit zu Erholungszwecken dienen, für die östliche Seite sind Sportanlagen und sogar ein Hallenbad im Gespräch. Der bestehende Tennispark könnte nach diesem Konzept in seinen Dimensionen erhalten bleiben.

"Hinterher sein" will der BA, dass bei den weiteren Planungen auch Aspekte der Inklusion berücksichtigt werden. "Ein ebenerdiger Zugang sollte Grundvoraussetzung sein", sagte dazu Peter Sopp (Grüne).

Zuletzt hatte sich das Augenmerk der Öffentlichkeit aus weniger erfreulichen Gründen auf den Siemens-Sportpark gerichtet: Massive Baumfällungen erregten allgemeinen Unmut. Die Stadtverwaltung begründete die Lichtung des Baumbestandes mit ihrer Verkehrssicherungspflicht. Aus Einsicht in diese Notwendigkeit verkniff sich der Bezirksausschuss jeglichen Protest. Vielmehr brachte er seine Befriedigung darüber zum Ausdruck, dass das Gelände an der Siemensallee jetzt tatsächlich "in vollem Umfang für die Bevölkerung erhalten" und weder für Bauvorhaben noch für Gewerbezwecke genutzt werden soll. Genau dies hatte das Stadtteilgremium in seine Resolution vom Dezember 2017 explizit gefordert.

Einen Vorgeschmack auf die Freizeitfreuden, die mit dem Siemens-Sportpark künftig verbunden sein sollen, erhält die Öffentlichkeit am Samstag, 1. Juni; dann gibt die Stadt, verbunden mit einem Bürgerfest, einen Teil des Geländes zur Besichtigung frei.