Obersendling Aus dem Schatten ins Rampenlicht

Universität und Künstler entdecken die Deckel-Halle

Jahrzehntelang hat sie ein Schattendasein geführt: die Halle der ehemaligen Maschinenfabrik Deckel an der Plinganserstraße 150 in Obersendling. Neuerdings nehmen Stadtplaner das Industriebaudenkmal und sein Umfeld stärker in den Blick, und auch die Architekturfakultät der Technischen Universität sowie namhafte Künstler haben das Bauwerk unlängst entdeckt. Sie starteten dazu das Projekt "The Adventure of the Empty House", das am Freitag, 22. März, in einer Podiumsdiskussion sowie einer großen Licht-, Bild- und Ton-Installation gipfelt. Passend dazu wird die Fassade der Deckel-Halle vom 21. bis zum 23. März illuminiert.

Mitwirkende an der "multimedialen Installation bei laufender Baustelle" sind unter anderen die Fotografin Vilma Pflaum, der Komponist Benedikt Brachtel, die Organisation für zeitgenössische Fotografie "Der Greif" sowie Andreas Putz, Professor für Neuere Baudenkmalpflege. Die Erleuchtung des Deckel-Gebäudes erfolgt in Anlehnung an ein Nachtbild aus den Sechzigerjahren des Fotografen Heinrich Heidersberger. Die Bild- und Toninstallation will auf sieben Etagen einen "Diskurs zwischen Betrachter, Kunst und Bausubstanz" anstoßen.

Alle Akteure der öffentlichen Veranstaltung, die am kommenden Freitag um 19.30 Uhr mit dem Podiumsgespräch beginnt, widmen sich "Themen der Prozesshaftigkeit", zum Beispiel auch den sich verändernden Anforderungen an Bauwerke. Unterstützt wird das Projekt "The Adventure of the Empty House" unter anderem von den Neuhof Schulen, dem Bezirksausschuss 19, dem städtischen Kulturreferat sowie der Bayerischen Architektenkammer.