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Obergiesing/Fasangarten:Warten auf den Stadtrat

Termin für Neugestaltung der Tegernseer Landstraße Nord offen

Von Hubert Grundner, Obergiesing/Fasangarten

Was bereits seit Längerem befürchtet wird, scheint sich nun zu bewahrheiten: Die Neugestaltung des nördlichen Abschnitts der Tegernseer Landstraße sowie des Tegernseer Platzes lässt weiter auf sich warten. Sie rechne frühestens 2025 mit einem Baubeginn, teilte Carmen Dullinger-Oßwald (Grüne), die Vorsitzende des Bezirksausschusses (BA) Obergiesing-Fasangarten, in der Sitzung des Gremiums am Dienstagabend mit. Dabei haben weder sie noch die anderen BA-Mitglieder eine schlüssige Erklärung parat, warum sich seit dem Grundsatzbeschluss des Stadtrats vom Februar 2017 - für den nördlichen Abschnitt der Tegernseer Landstraße - so wenig getan hat.

Auf eine entsprechende Anfrage des BA vom April vergangenen Jahres hat das Baureferat den Lokalpolitikern kurz vor Weihnachten immerhin geantwortet. So heißt es in dem Schreiben: Das Planungsreferat strebe die Behandlung des Beschlusses zur Tegernseer Landstraße Nord für das erste Quartal 2021 an. In Abhängigkeit davon werde das Baureferat die Planung zum Umbau dieses Straßenabschnitts wieder aufnehmen: "Nach aktueller Zeitplanung kann die Baumaßnahme in Abhängigkeit der Finanzierbarkeit voraussichtlich 2023/2024 durchgeführt werden."

Für die Umgestaltung des Tegernseer Platzes hat das Baureferat laut dieser Auskunft eine Vorstudie erstellt, die den BA-Mitgliedern im vergangenen Juli vorgestellt wurde. "Aktuell laufen verwaltungsinterne Abstimmungen sowie Abstimmungen mit der Münchner Verkehrsgesellschaft zum Umgang mit dem westlichen U-Bahnabgang und die Erstellung der Vorentwurfsplanung." Eine Beteiligungsveranstaltung für Bürgerinnen und Bürger sei geplant, wie es in dem Schreiben weiter heißt. Coronabedingt lässt sich im Augenblick aber nicht abschätzen, wann und wo dafür ein Termin angesetzt werden könnte. Das Projekt wurde laut Baureferat auch schon der Regierung von Oberbayern vorgestellt. Diese habe die Förderfähigkeit als Teil des Sanierungsgebietes Tegernseer Landstraße/Chiemgaustraße bestätigt. Diese Fördermittel drohen aber bei weiteren Verzögerungen zu verfallen, warnt Dullinger-Oßwald - und das, gesteht sie freimütig, würde sie "wahnsinnig ärgern". Denn geplant war, dass der Stadtrat noch heuer beschließt, die Sanierungssatzung aufzuheben. Damit wäre die städtebauliche Sanierungsmaßnahme offiziell beendet. Fördermittel können im Nachgang dazu nur noch befristet genutzt werden, begonnene Projekte können jedoch noch abgeschlossen werden. Sie müssen allerdings zwei Jahre nach Aufhebung der Sanierungssatzung mit der Förderstelle abgerechnet sein.

© SZ vom 21.01.2021
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