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Obergiesing/Fasangarten:Gegen den Wildwuchs der E-Scooter

Immer wieder stehen und liegen E-Scooter an allen möglichen und unmöglichen Orten herum, verschandeln das Stadtbild und gefährden andere Verkehrsteilnehmer. Die SPD-Fraktion im Bezirksausschuss Obergiesing-Fasangarten hat jetzt erfolgreich einen Vorstoß gestartet, wie man künftig bei Behinderungen durch die elektrifizierten Tretroller verfahren könnte. Einen entsprechenden Antrag hat das Gremium, in leicht abgeänderter Form, in seiner jüngsten Sitzung verabschiedet.

Darin wird die Verwaltung aufgefordert zu prüfen, wie sich die genannten Missstände auf Gehwegen sowie in Ein- und Ausfahrten verhindern lassen. Die Stadt solle auch gemeinsam mit den Anbietern klären, wie das Problem zu lösen ist, dass E-Scooter kurzerhand auf Grünflächen abgestellt werden. Außerdem wird der Oberbürgermeister gebeten, sich über den Deutschen Städtetag dafür einzusetzen, dass die dafür erforderlichen verkehrsrechtlichen Maßnahmen ergriffen werden. Zwar begrüße man die Bereitstellung alternativer Mobilität in Form von E-Scootern grundsätzlich, heißt es in der Begründung des Antrags. Allerdings häuften sich die Beschwerden über Behinderungen im öffentlichen Raum durch die Roller. Mobilitätseingeschränkte und/oder sehbehinderte Menschen oder Eltern mit Kinderwagen zwängen diese Hindernisse oftmals zu gefährlichen Umwegen. Daher seien geeignete Schritte zu unternehmen, damit die E-Scooter-Anbieter - in Absprache mit der Stadt - besser auf den Verbleib der Fahrzeuge achten und gegebenenfalls für deren unsachgemäße Handhabung verantwortlich gemacht werden können.

© SZ vom 16.04.2021 / gru
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