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Oberföhring:Gezerre um Sperren

Die ÖDP hält an ihrer Forderung fest, an der Cosimastraße in Höhe des Salzsenderwegs eine zweite Umlaufsperre zu errichten. Darunter versteht man eine Z-förmig angelegte Radfahrerfurt, wie das Kreisverwaltungsreferat (KVR) sie aus Sicherheitsgründen an Trambahn-Gleisen grundsätzlich fordert, wenn es dort keine Ampel gibt.

Die Radler aber fühlen sich ausgebremst und argumentieren, die Umlaufsperre provoziere Stürze. Gerade bei Gegenverkehr werde es eng. Grüne und ÖDP im Bezirksausschuss (BA) Bogenhausen hatten daher schon vor vier Jahren vorgeschlagen, neben die bestehende Umlaufsperre eine zweite zu setzen. Diesen Herbst griff die SPD das Thema auf und forderte einen Umbau der bestehenden Sperre, damit auch Lastenräder und Räder mit Anhängern durchkommen.

Auf diesen Antrag, den der BA unterstützt hatte, reagierte das KVR jetzt mit einer Absage: Bei den Abmessungen der Sperren gebe es keinen Änderungsspielraum, möglich wäre allenfalls eine zweite Umlaufsperre. Nach Einschätzung der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) vergrößere sich damit jedoch "die mögliche Konfliktfläche zwischen Straßenbahn und Fahrradfahrern". Außerdem wären "erhebliche Eingriffe in die Gestaltung des Straßenraums" notwendig.

Die SPD gab sich damit zufrieden und wies darauf hin, dass keine hundert Meter weiter südlich an der Einmündung der Wesendonkstraße eine Ampel steht, wo Radfahrer die Straße queren könnten. Nicola Holtmann (ÖDP) dagegen möchte das Thema noch nicht zu den Akten legen. Sinngemäß will sie vom Kreisverwaltungsreferat wissen, warum die Umgestaltung von zwei Parkplätzen ein erheblicher Eingriff in den Straßenraum sei. Zwei Umlaufsperren erhöhten die Sicherheit der Radfahrer, argumentiert sie.

© SZ vom 28.11.2019 / ust

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