Oberföhring Außer Skizzen nichts erreicht

Marode Infrastruktur: die Sportanlage des FC Rot-Weiß Oberföhring an der Johanneskirchner Straße.

(Foto: Robert Haas)

Der FC Rot-Weiß Oberföhring wartet weiter auf die Sanierung

Seit zwölf Jahren wartet der FC Rot-Weiß Oberföhring auf die Sanierung und Erweiterung seiner Sportanlagen an der Johanneskirchner Straße. Obwohl Vereinsführung, Kommunalpolitik und Stadtverwaltung sich schon lange einig sind, dass etwas geschehen muss, ist das Projekt über Planungsskizzen noch immer nicht hinausgekommen. Zu den Verzögerungen mag beitragen, dass Betriebsräume und Gaststätte des Vereins in ein Gebäude integriert werden sollen, in dem auch die neue Dreifachturnhalle für die benachbarte Helen-Keller-Realschule unterkommen soll, dass also die Sanierung des Vereinsgeländes mit der Schulerweiterung abgestimmt werden muss.

Weil es vergangenen Sommer noch immer keinen Zeitplan gab, brachte der Vereinsvorsitzende Uli Oesterle die Idee einer Teilsanierung ins Spiel, die auch der Bezirksausschuss (BA) Bogenhausen einstimmig befürwortete. Unabhängig vom neuen Betriebsgebäude, dem geplanten Allwetterplatz und der sanierungsbedürftigen Sommerstockbahn sollten für den FC Rot-Weiß doch möglichst bald ein Kunstrasenplatz gebaut und Umkleide-Container zur Verfügung gestellt werden, schlug Oesterle damals vor.

Diese Idee greift der Bogenhauser Bezirksausschuss jetzt wieder auf. Während Oesterle aber noch von einer Teilsanierung auf dem etablierten Vereinsgelände an der Johanneskirchner Straße sprach, haben die Stadtviertelvertreter einen völlig neuen Standort im Visier: Auf Antrag der CSU fordert das Gremium einstimmig, den Kunstrasenplatz und die mobilen Umkleidecontainer in die Grünflächen des neuen Wohngebiets Prinz-Eugen-Parks zu integrieren, der südwestlich an das Vereinsgelände angrenzt. Das Quartier ist für 4000 Bewohner ausgelegt, viele davon sind junge Familien.

Der Verein hat etwa 800 Mitglieder, über die Hälfte von ihnen sind Kinder und Jugendliche. Die marode Infrastruktur verhindert aber, dass noch mehr Sportler aktiv werden können. Rot-Weiß Oberföhring leiste dabei "einen bemerkenswerten Beitrag zur Lebensqualität im Quartier", stoße aber "wegen der verschleppten Baumaßnahmen" an seine Grenzen, heißt es in der Begründung des CSU-Antrags. Die Stadt stehe daher durchaus in der Verantwortung, zu helfen.