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CSU-Kandidat Schmid stürzt mit der Seifenkiste:Ende einer Dienstfahrt

Josef Schmid und Sohn kippten auf der Rennstrecke um.

Josef Schmid und Sohn kippten auf der Rennstrecke um.

(Foto: Stephan Rumpf)

Nach links gedriftet, nach rechts abgekommen: Der Münchner OB-Kandidat Josef Schmid und sein Sohn sind beim traditionellen Seifenkistenrennen am Gebsattelberg gestürzt. In den Unfall verwickelt war auch ein zweiter Wagen. Am Steuer: ein FDP-Mann.

So hatte sich Josef Schmid das Rennen eigentlich vorgestellt: "Das macht man zwengs der Gaudi, und die hat man da auch." Am Gebsattelberg, wo sie beinahe jedes Jahr den bayerischen Meister im Seifenkisten-Fahren küren. Stets dürfen da auch ein paar Politiker mitrasen, im Vorprogramm allerdings nur. So kam es, dass dieses Jahr auch Schmid antrat, der OB-Kandidat der Münchner CSU. "Nur nicht mit dem erwünschten Ende."

Das Ende nämlich sah so aus: schmerzhafte Schürfwunden an Unterarm und Schulter, das Trachtenhemd zerfetzt und unbrauchbar. Und sein Sohn in Tränen. In einem Wagen mit CSU-Schriftzug rollten die beiden den Berg hinunter, als dieser im unteren Bereich der Rennstrecke auf die Gegenfahrbahn geriet, auf der FDP-Landtagskandidat Jürgen Koch - ebenfalls in einem Parteiwagen - unterwegs war.

"Wir waren leicht vorne", berichtete der OB-Kandidat später mit einem gewissen Stolz, als Sanitäter seine Schürfwunden versorgt hatten, er schon wieder zu Hause war und über die Angelegenheit lachen konnte. Offenbar habe sich einer der Hinterreifen gelöst, das hätten ihm später Augenzeugen berichtet. Das Seifenkistl sei jedenfalls nach links gedriftet, und beim Gegenlenken sei er nach rechts abgekommen. "Dann hat's uns umgelegt."

Schaffte es nicht bis ins Ziel: die CSU-Seifenkiste.

Die Seifenkiste der CSU schaffte es nicht bis ins Ziel.

(Foto: Stephan Rumpf)

Üblicherweise erleben am Gebsattelberg Hunderte Besucher ein unbeschwertes Spektakel. Die Veranstalter hätten ihm versichert, Unfälle habe es dort seit Jahren nicht mehr gegeben, erzählt Schmid, der zum ersten Mal mitgefahren war. "Blöd, dass es so geendet ist, aber auch nicht weiter tragisch." Es sei ja nichts passiert, und ein gewisses Unfallrisiko gehöre nun mal dazu, findet der OB-Kandidat. Seinem Rennstall jedenfalls will er keinen Vorwurf machen: "Das war eine langerprobte Seifenkiste des Ortsverbands", also der CSU von Haidhausen.

© SZ vom 29.07.2013/tba

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