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Nymphenburg/Laim:Sorge um Statik der Laimer Röhre

"Die gute alte Röhre hat sich a bissl bewegt." In den Worten von Gudrun Piesczek, der CSU-Fraktionssprecherin im Bezirksausschuss Neuhausen-Nymphenburg, klingt das fast niedlich; bei der Deutschen Bahn klang es alarmierender, die sprach unlängst von "Havariemaßnahmen". Wegen der Bauarbeiten für die zweite S-Bahn-Stammstrecke und die sogenannte Umweltverbundröhre sind in der Laimer Unterführung Messsensoren installiert worden, um Erschütterungen oder Verschiebungen des alten Bauwerks rechtzeitig festzustellen. Im nördlichen Teil des Straßentunnels haben die Sensoren Ende Januar angeschlagen. Dort werden nun auf einer Länge von insgesamt 15 Metern Stahlbänder eingezogen, zur Verstärkung, die Durchfahrt ist deshalb seit Montag, 22. Februar, für fünf Wochen, bis 29. März, für den kompletten Autoverkehr gesperrt. "Aber ist die Statik damit dauerhaft ertüchtigt?" fragte Piesczek. "Da wird ja noch jahrelang gebaut." Einstimmig beschloss der örtliche Bezirksausschuss Neuhausen-Nymphenburg ein auskunftsheischendes Schreiben an die Deutsche Bahn AG - "wir wollen's schon genau wissen".

© SZ vom 01.03.2021 / son
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