Süddeutsche Zeitung

Notunterkunft in München:Flüchtlinge im Olympiastadion einquartiert

  • Im Münchner Olympiastadion sind in der Nacht auf Freitag die ersten Flüchtlinge im einquartiert worden.
  • Bis zu 180 Menschen können im VIP-Bereich unter der Haupttribüne unterkommen.

Flüchtlinge werden im VIP-Bereich einquartiert

In der Nacht zum Freitag sind im Olympiastadion die ersten Flüchtlinge einquartiert worden. Ein Sprecher der Regierung von Oberbayern bestätigte entsprechende Informationen der Süddeutschen Zeitung. Demnach wurde im VIP-Bereich unter der Haupttribüne eine Kapazität für 180 Asylsuchende geschaffen, die neu in München angekommen sind. Aktuell wurden 60 Flüchtlinge untergebracht.

Entlastung für die Bayernkaserne

Das städtische Sozialreferat und das Bayerische Rote Kreuz haben in der Nacht die Unterbringung organisiert und auch für Essen gesorgt. Das Stadion hatte der Krisenstab im Rathaus der Regierung als Notunterkunft für die überlastete Bayernkaserne angeboten.

Dort wurden mittlerweile mehrere Garagen geräumt und Flüchtlinge, die dort auf Feldbetten schlafen mussten, in andere Häuser auf dem Militärareal verlegt.

Zugleich sollen weitere Optionen zur Unterbringung von Flüchtlingen überprüft werden, zum Beispiel Container auf brachliegenden Flächen. Kurzzeitig war sogar überlegt worden, Wiesnzelte als Notquartiere zu nutzen. Allerdings seien "die Mindestanforderungen für eine menschenwürdige und hygienische Unterkunft nach 16 Tagen Oktoberfest nicht gegeben", wie die Stadt später mitteilte.

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