Welche Art Pianist Nobuyuki Tsujii ist, zeigt sich vielleicht am klarsten in der ersten seiner fünf (!) Zugaben. Er spielt eine der Bearbeitungen, mit denen Franz Liszt die Musik seines Schwiegersohns Richard Wagner aus dessen extrem differenzierter Orchestersprache ins pianistische Vokabular übersetzt hat. Aber Nobu, wie seine zahlreich im Prinzregententheater anwesenden Fans ihn nennen, spielt keine der Klavier-Zertrümmer-Transkriptionen, sondern „Elsas Brautzug zum Münster“ aus Wagners „Lohengrin“ – Tasten-Lyrik, die er mit seinem sensiblen, immer fokussierten Anschlag veredelt.
Nobuyuki Tsujii im PrinzregententheaterDer Poet am Piano
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Der Pianist Nobuyuki Tsujii begeistert sein Publikum im Prinzregententheater mit Sensibilität, Ernst und schönem Ton.
Kritik von Paul Schäufele
