„Night of Freestyle“ in MünchenFlammen, Stunts und fliegende Maschinen

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Die Schwerkraft außer Kraft setzen: Auch in diesem Jahr wollen die Sportler in der „Night of Freestyle“ mit ihren Stunts in der Olympiahalle erstaunen.
Die Schwerkraft außer Kraft setzen: Auch in diesem Jahr wollen die Sportler in der „Night of Freestyle“ mit ihren Stunts in der Olympiahalle erstaunen. Kai Behrendt

Die „Night of Freestyle“ sorgt in der Olympiahalle wieder für Adrenalinausschüttung. Motocross-Weltmeister Luc Ackermann verrät, warum bei der Show nicht nur Sportfans auf ihre Kosten kommen.

Von Hannah Tahedl

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Wenn Maschinen durch die Luft fliegen, Pyrotechnik und Lasershow die Olympiahalle zum Leuchten bringen, dann darf einer nicht fehlen: Luc Ackermann. Der „König der Lüfte“ ist Headliner der „Night of Freestyle“, die am 11. Januar beim ersten Stopp ihrer Deutschlandtour nach München zurückkehrt.

Der gebürtige Thüringer ist Weltmeister im Freestyle-Motocross, „X-Games“-Goldmedaillen-Besitzer und hält mehrere Weltrekorde. Damit gehört der Extremsportler zu den Erfolgreichsten seines Sports. Bereits mit zwölf Jahren schrieb der mittlerweile 28-Jährige Geschichte: 2010 landete der damals Zwölfjährige bei der „Night of the Jumps“ als bis dahin jüngster Fahrer einen Motorrad-Backflip. Spätestens mit seinem Sieg bei den X-Games 2021 in den USA, als erster deutscher FMX-Sportler überhaupt, wurde Ackermann auch international zum Superstar der Szene.

„Vor Zuschauern zu fahren, macht mich mittlerweile nicht mehr so nervös. Es ist eher eine Freude für mich und motiviert mich noch mehr“, sagt Ackermann. Unter Beweis stellen will er sein Talent nun vor dem Publikum in München. Neben Motocross-Maschinen werden auch BMX-Räder, Mountainbikes, Schneemobile, Quads und Scooter durch die Olympiahalle fliegen.

„Das Ganze ist ein mega Spektakel“, verspricht Ackermann. „Die Night of Freestyle ist für die ganze Familie. Für jeden ist etwas dabei, sowohl für Zuschauer, die Freestyle schon kennen, als auch für Leute, die noch nie Freestyle-Motocross gesehen haben“, erklärt der Sportler.

Luc Ackermann ist auch außerhalb der Szene bekannt. Mit waghalsigen Stunts sorgt der Deutsche immer wieder für Schlagzeilen in den sozialen Medien. Aufsehen erregte zuletzt ein Video, in dem der Sportler von einem fahrenden Truck auf einen Zweiten springt – über ein neun Meter hohes Autobahnschild hinweg. Auf der Plattform Youtube wurde das Video mehr als eine Million Mal aufgerufen.

Der frischgebackene Weltmeister Luc Ackermann feierte in diesem Jahr zahlreiche Erfolge. Ob er auch bei der „Night of Freestyle“ die Konkurrenz besiegen kann?
Der frischgebackene Weltmeister Luc Ackermann feierte in diesem Jahr zahlreiche Erfolge. Ob er auch bei der „Night of Freestyle“ die Konkurrenz besiegen kann? Berlinièros Sports Agency

Bei der „Night of Freestyle“ möchte der Superstar nun auch in Deutschland demonstrieren, warum seine Präzision in der Luft und die verrückten Stunts Fans rund um den Globus faszinieren. Dass der Sport nicht ungefährlich ist, verschweigt Ackermann nicht. „Ich denke, Freestyle-Motocross ist so beeindruckend, weil die Leute bei den Shows erst mal sehen, was mit einem Motorrad alles möglich ist.  Es ist ein Extremsport, bei dem es auch ein hohes Verletzungsrisiko gibt.“  Er blieb auch selbst nicht immer verschont, zum Beispiel brach er sich einmal das Schulterblatt.

Neben dem „König der Lüfte“ kann sich das Publikum in der Olympiahalle auf weitere internationale Freestyle-Stars freuen. Mit Libor Podmol ist ein FMX-Routinier dabei: Der Tscheche ist Weltmeister sowie mehrfacher Vizeweltmeister und zählt seit Jahren zu den prägenden Figuren der Szene.

Einer der spannendsten Sportler ist Pablo Naert Pacheco. Der Newcomer gehört seit einem Jahr zu den neuen Stars am FMX-Himmel und zeigt als einziger Fahrer des Events, dass Motocross auch ohne Abgas funktioniert. Mit einem vollelektrischen „Stark Varg“-Motocross-Motorrad präsentiert der junge Spanier spektakuläre Sprünge – und das ganz umweltfreundlich.

Der Belgier Jason Van Daele (Fahrer) präsentierte im letzten Jahr zahlreiche Tricks auf dem Seitenwagen. Bei der diesjärhigen „Night of Freestyle“ möchte er noch eine Schippe drauflegen.
Der Belgier Jason Van Daele (Fahrer) präsentierte im letzten Jahr zahlreiche Tricks auf dem Seitenwagen. Bei der diesjärhigen „Night of Freestyle“ möchte er noch eine Schippe drauflegen. Kai Behrendt

Über den Atlantik geflogen kommt der in der Szene als „Mann ohne Schultern“ bekannte US-Amerikaner Adam Jones. Mit insgesamt acht X-Games-Medaillen gehört er zu den Legenden des Sports und erfahrensten Fahrern des Starterfelds. Der Belgier Jason Van Daele ist insbesondere für seine Backflips mit Seitenwagen bekannt. Bei der „Night of Freestyle“ setzt er jedoch auf ein anderes Gefährt: Mit seinem Buggy und zahlreichen Backflips will er die Grenzen des Machbaren austesten und das Publikum zum Toben bringen.

In der letzten Saison kamen Jason Cesco aus Italien und Viennie Janssens aus den Niederlanden auf einem Tandem-Snowmobil angefahren und sorgten so für eine Überraschung beim Publikum.  In den Bergen haben die beiden fleißig trainiert, so können sich die Zuschauer auch in diesem Jahr, passend zum verschneiten Januar, wieder auf eine besondere Aktion des Duos freuen.

Ganz ohne laute Motoren kommen zwei deutsche Talente in der Show aus: Lennox Zimmermann und Maximus Wielopolski wollen mit dem Mountainbike außergewöhnliche Tricks, wie einen „Triple Flip“, präsentieren. Überdies zeigen Maty Pekarek und Jaroslav Soukop auf Scootern und Tomasz Przybylik auf Rollerblades mit zahlreichen Drehungen und Schrauben, dass auch auf kleinen Rädern so einiges möglich ist.

Doch nicht nur die verrückten Stunts sind faszinierend: Auch die Atmosphäre begeistert viele. Alle nationalen und internationalen Athleten werden von Pyrotechnik, Lasershow und dröhnenden Beats begleitet. So ist die „Night of Freestyle“ mehr als eine klassische Sportveranstaltung; sie ist auch aufwendig inszenierte Show. Mit fliegenden Maschinen, lodernden Flammenstößen, Laser, Licht und Musik, erinnert das Event eher an ein Rockkonzert als an einen Wettkampf. Und genau das will es. Nicht die Punktebewertung steht hier im Vordergrund, sondern die Acts, die für wenige Sekunden die Schwerkraft außer Kraft setzen – Spannung und Nervenkitzel.

Luc Ackermann freut sich auf das Sportevent und zeigt sich trotz mehrerer Titel hintereinander, hoch motiviert. Sein größtes Ziel sei jedoch,  „immer gesund zu bleiben und weiterhin viele Veranstaltungen zu fahren und Titel verteidigen zu können“. Ob Luc Ackermann das gelingt, und ob er die Konkurrenz mit seinem „Double Backflip“ besiegen kann?

„Night of Freestyle“, 11. Januar, 17 Uhr Olympiahalle München, weitere Informationen unter www.nightoffreestyle.de 

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