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Nichtstaatliche Museen:Dirk Blübaum folgt auf Astrid Pellengahr

Dirk Blübaum

Der 59-jährige Dirk Blübaum, zuletzt Leiter des Staatlichen Museums Schwerin, ist ein erfahrener Museumsmann und jahrelanges Mitglied in mehreren kunst- und kulturwissenschaftlichen Fachgremien.

(Foto: Gabriele Bröcker)

In Bayern hat Dirk Blübaum bislang noch nicht gearbeitet. Doch das ändert sich gerade. Der Kunsthistoriker übernimmt an diesem Mittwoch die Leitung der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen im Freistaat. Er folgt Astrid Pellengahr nach, die nach sechs Jahren im Amt Anfang März an das Landesmuseum Württemberg nach Stuttgart gewechselt ist.

Laut Pressemitteilung freut sich Blübaum darauf, die bisher geleistete erfolgreiche Arbeit der Einrichtung fortsetzen und mit neuen Schwerpunkten versehen zu dürfen. "Kulturförderung in der Fläche kommt nach meinem Dafürhalten in der Zukunft eine weitreichende Bedeutung zu, denn, nimmt man den Vorsatz der Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse als Maßstab, sind Kulturförderung im ländlichen Raum und regionale Wirtschaftsförderung zwei Seiten ein und derselben Medaille", wird er zitiert.

Blübaum, 1961 in Detmold geboren, hat Kunstgeschichte, Neuere deutsche Literatur, Klassische Archäologie und Niederlandistik an der Philipps-Universität Marburg und der Rijksuniversiteit Leiden studiert. Sein beruflicher Weg führte ihn über die wissenschaftliche Mitarbeit im Stadtmuseum Kassel hin zur Leitung der Kunstabteilung des Zeppelin-Museums Friedrichshafen. Zuletzt war der 59-Jährige der Leiter des Staatlichen Museums Schwerin. 2018 war dieses als Abteilung 2 in die neu gegründete Landesbehörde Staatliche Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen Mecklenburg-Vorpommern integriert worden und Blübaum mit einer Änderungskündigung vom Direktor zum Abteilungsleiter herabgestuft worden. Blübaum, seit 2009 Direktor des Museums, war damit nicht einverstanden. In einem Vergleich einigte er sich mit seinem Arbeitgeber, dem Finanzministerium, auf eine Beendigung seines Vertrags bis 2020.

Kunstminister Bernd Sibler freute sich jedenfalls, "einen solch erfahrenen und engagierten Kunsthistoriker" als neuen Leiter begrüßen zu dürfen. Schließlich wolle er die Sichtbarkeit und Strahlkraft der musealen Einrichtungen in allen Regionen Bayerns weiter festigen und erhöhen. Zuständig ist Blübaum nun für die 1200 nichtstaatlichen Museen hierzulande. Die Landesstelle berät deren Träger in fachlichen und organisatorischen Fragen. Zudem ist die Einrichtung für deren finanzielle Förderung zuständig.

© SZ vom 01.07.2020 / srh

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