Millionenerfolg versus HochkulturGefühlssache: Warum New Adult die Literaturwissenschaft herausfordert

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Was sagt es über unsere Gegenwart aus, wenn ein literarisches Genre wie New Adult, das lange als trivial galt, plötzlich wissenschaftlich diskutiert wird?
Was sagt es über unsere Gegenwart aus, wenn ein literarisches Genre wie New Adult, das lange als trivial galt, plötzlich wissenschaftlich diskutiert wird? imago; Bearbeitung Jessy Asmus

An der LMU München diskutieren Studierende über Unterhaltungsliteratur. Warum Millionen-Bestseller an der Uni noch immer als minderwertiger gelten – und was das über unser Literaturverständnis verrät.

Von Eva Pramschüfer

Der Hörsaal im Hauptgebäude der Ludwig-Maximilians-Universität ist gut gefüllt. Es ist früher Abend, das Semester neigt sich dem Ende zu, dennoch sind viele Studierende gekommen. Diskutiert wird New Adult – ein Genre, das millionenfach gelesen und zugleich oft belächelt wird. Als sich das Gespräch öffnet, meldet sich eine Studentin zu Wort. „Ich finde es problematisch, dass jungen Frauen in New-Adult-Romanen immer wieder vermittelt wird, dass am Ende alles auf eine Liebesbeziehung hinausläuft“, sagt sie. Auch wenn Themen wie Selbstfindung oder mentale Gesundheit behandelt würden, bleibe Liebe häufig der zentrale Sinnstifter.

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