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Neuried:Elektrobusse und Expresslinien

Der Nahverkehrsplan für den Landkreis München sieht Änderungen für die Neurieder Buslinien vor. Demnach könnte der 261er Bus in drei Jahren elektrifiziert fahren. Und zwei Jahre später mit dem 269er zu einer Linie verschmelzen. Das aber, so hat der Bauausschuss einstimmig entschieden, "wird als kritisch angesehen und ist daher nochmal zu überprüfen". Denn dafür würden nach derzeitigem Stand bei der Streckenführung zwei Haltestellen entfallen, unter anderem jene am "Neuen Friedhof". Dieser Stopp sei aber "zwingend zu erhalten", finden die Gemeinderäte. Nicht nur, weil an diesem Standort derzeit ein Senioren- und Altenheim geplant wird. Grundsätzlich aber sei man mit dem vorliegenden Nahverkehrsplan einverstanden, der unter anderem eine Verlängerung des 267er Busses sowie Taktverstärkungen vorsieht.

Der Nahverkehrsplan ist keine fixe Planung, bietet allerdings Einblicke, wie sich die Öffentlichen in Neuried in den kommenden Jahren entwickeln könnten. So ist von 2023 an der Ausbau des 267ers zur Expressbuslinie geplant, die das neue Stadtviertel Freiham im Westen Münchens über das Würmtal mit der U-Bahn-Haltestelle Fürstenried West verbinden soll. Schon im kommenden Jahr soll das Angebot des 260er Busses zwischen der S-Bahn-Station Germering und der U 3 in Fürstenried West ausgebaut werden. Die Linie soll dann auch an Sonntagen im 20-Minuten-Takt fahren. Außerdem könnte der Nachtbus N 41, der bisher in Fürstenried West beginnt und endet, bis nach Neuried verlängert werden. Das wird laut Nahverkehrsplan zumindest geprüft.

Einzig mit der Verschmelzung der Linien 269 und 261 haben die Gemeinderäte ein Problem. Auch weil zunächst zu prüfen sei, ob dabei mit der geplanten Elektrifizierung der Busse auf der Linie 261 ein Konflikt entsteht. Zumal noch fraglich sei, "wo letztendlich die Ladestationen für die Elektrobusse stehen sollen", gibt die Gemeindeverwaltung zu bedenken. Außerdem sei die vorgestellte Streckenführung "schwierig durchführbar". Demnach würde der Bus den Kraillinger Weg in seiner gesamten Länge nehmen. "Bedingt durch die enge Straße und die parkenden Fahrzeuge ist ein Durchkommen beschwerlich."

© SZ vom 28.05.2020 / kors

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