Neuperlach:U-Bahnbetriebshof wird gebaut

Stadträte stellen trotz Protestes der Bürger die Weichen dafür

Von hubert grundner, Neuperlach

Der heftige Protest vieler Anwohner und ihre Forderung, die endgültige Entscheidung so lange aufzuschieben, bis strittige Punkte vor allem zum Lärmschutz geklärt sind, hat nicht gefruchtet: Auf einem zirka sieben Hektar großen Gebiet an der Arnold-Sommerfeld-Straße in Neuperlach soll ein zweiter U-Bahn-Betriebshof errichtet werden. Der Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung des Stadtrats hat dafür am Mittwoch die notwendige Änderung des Flächennutzungsplans gebilligt. Der Beschluss steht unter dem Vorbehalt, dass ihn noch die Vollversammlung des Stadtrats bestätigen muss.

Wie es von Seiten der Rathaus-Pressestelle heißt, führe das prognostizierte Bevölkerungswachstum der Stadt zu einem steigenden Fahrgastaufkommen und erfordere Angebotsausweitungen im Öffentlichen Personennahverkehr durch Netzerweiterungen und Taktverdichtungen. Die daraus resultierende Vergrößerung des Fahrzeugparks wiederum bedürfe entsprechender Abstell- und Werkstattkapazitäten. Um diesen Anforderungen zukünftig gerecht werden zu können, sei in Neuperlach Süd die Einrichtung eines zweiten U-Bahn-Betriebshofs zusätzlich zum bestehenden in Fröttmaning geplant.

Mit der vorliegenden Änderung des Flächennutzungsplans werden die planungsrechtlichen Grundlagen für das Projekt geschaffen. Zu diesem Zweck soll die Fläche zukünftig im Flächennutzungsplan als "Sondergebiet gewerblicher Gemeinbedarf" dargestellt werden. Gleichzeitig werde der Erhalt und Ausbau der Wegeverbindungen für den Fuß- und Radverkehr angestrebt. Abschließend wird in der Mitteilung aus dem Rathaus betont, dass keine Eingriffe in den Grünzug "Im Gefilde" stattfinden werden.

© SZ vom 08.07.2021
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