bedeckt München 24°

Neuperlach:Eine Verbrecher-Jagd wie im Krimi

Weil zwei Polizisten zu Fuß nicht schnell genug sind, stoppen sie das Auto einer Frau und verfolgen damit einen Fahrraddieb - mit Erfolg.

Nach einer krimikomödienreifen Verfolgungsjagd haben zwei Polizisten mit Hilfe einer Autofahrerin in Neuperlach einen jugendlichen Radldieb aus dem Verkehr gezogen. Einer 38 Jahre alten Münchnerin war das Fahrrad geklaut worden. Gerade als sie den Diebstahl in der Perlacher Polizeiinspektion anzeigen wollte, sah sie aus dem Warteraum der Wache heraus, wie der Dieb ganz ungeniert draußen vorbeifuhr - auf ihrem Rad.

Die empörten Rufe der bestohlenen Frau ließen zwei Beamte umgehend nach draußen eilen. Zu Fuß nahmen sie die Verfolgung des eifrig strampelnden Fahrraddiebes auf. Der trat freilich so heftig in die Pedale, dass den Polizisten bald schwante: So wird das nichts. In diesem Moment kam eine 37-jährige Frau in ihrem Auto vorbei. Und jetzt ging es wirklich zu wie im Fernsehkrimi: Die Beamten stoppten die Frau, stiegen in ihr Auto ein und bedeuteten ihr, sie solle sich sofort ans Rücklicht des Radlers heften. Das tat die 37-Jährige - freilich "unter Beachtung der Straßenverkehrsordnung", wie ein Polizeisprecher am Sonntag betonte. Gegen seine nun motorisierten Verfolger hatte der Dieb keine Chance mehr. Schnell war er gestellt. Ein weiterer Fluchtversuch, denn er dann noch unternahm, scheiterte ebenfalls. Bei der Festnahme des 15-Jährigen stellte sich schließlich heraus, dass dieser nicht nur ein fremdes Fahrrad dabei hatte, sondern auch eine geringe Menge Marihuana, was wohl auch ein großer Antrieb für seine flinke Flucht gewesen sein könnte. Dieb und Fahrrad kamen mit auf die Wache. Dort wartete schon die Besitzerin auf ihr Zweirad. Und zu Hause die Mutter des Jugendlichen auf ihren Filius ...

Polizei in München So international arbeitet die Münchner Polizei

Kriminalitätsbekämpfung

So international arbeitet die Münchner Polizei

Für die Ermittler wird die Zusammenarbeit mit anderen Ländern immer wichtiger. Dank guter Kontakte sind den Fahndern zuletzt einige Erfolge gelungen.   Von Martin Bernstein