Neues aus der Münchner Gastro-SzeneStreben nach Sternen

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Kevin Romes hat in den vergangenen Jahren das Zwei-Sterne-Restaurants Skin’s in Lenzburg geleitet.
Kevin Romes hat in den vergangenen Jahren das Zwei-Sterne-Restaurants Skin’s in Lenzburg geleitet. HBH

Kevin Romes ist der neue Küchenchef im Atelier im Bayerischen Hof in München. Nun präsentiert er sein erstes Menü.

Von Sarah Maderer

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Auf bayerische Forellen hat sich Kevin Romes bei seiner Rückkehr besonders gefreut. Bevor der gebürtige Rheinland-Pfälzer in die Schweiz ging, wo er in den vergangenen vier Jahren die Küche des Zwei-Sterne-Restaurants Skin’s in Lenzburg leitete, machte er bereits in zwei bayerischen Spitzenküchen Station, in der Überfahrt in Rottach-Egern und im Restaurant Ikigai im Schloss Elmau. Dort lernte er in der Küche auch Lucas Birnbaum von der gleichnamigen Fischzucht kennen, mit dem er seit dem Kontakt hält.

Nun ist Romes nach Bayern zurückgekehrt, um seinen Posten als neuer Küchenchef des Gourmetrestaurants Atelier im Bayerischen Hof anzutreten, den sein Vorgänger Anton Gschwendtner im Januar überraschend frei gemacht hatte. Vergangene Woche hat das Atelier unter Romes’ Leitung wiedereröffnet und sein erstes Menü für München eröffnet der 35-jährige Chef de Cuisine mit – klar – Forelle von der Fischzucht Birnbaum.

Romes bezieht sie in gebeizter sowie in geräucherter Form und verarbeitet sie zu einem Tatar, das er mit Rettich ummantelt und auf eine Kräuter-Vinaigrette bettet. Mit dieser Vorspeise zeigt er gleich zu Beginn des Menüs, worauf es ihm ankommt: eine klare Produktfokussierung und ein nicht überfrachtetes Tellerbild. „Ich bin ein großer Fan von einem aufgeräumten Teller, der mit Handwerk besticht, weil man dann nichts mehr verstecken kann“, sagt Romes im Gespräch. „Alles muss auf den Punkt sein.“

Kevin Romes bevorzug einen „aufgeräumten Teller“. Hier seine Forelle „Birnbaum“.
Kevin Romes bevorzug einen „aufgeräumten Teller“. Hier seine Forelle „Birnbaum“. Daniel Schvarcz

Dieser Linie wolle er auch an seiner neuen Wirkungsstätte treu bleiben. Sein erstes Menü besteht aus Signature-Gerichten, die er über die letzten Jahre im Skin’s erarbeitet hat, darunter Languste mit Ananas und Tom Yum sowie Morchel mit Wasserspinat und Holunderblüte. Das Menü mit sechs Gängen kostet 285 Euro pro Person und kann optional um einen Käse-Gang erweitert werden. Für die Weinbegleitung kommen bei sechs Gängen 85,50 Euro obendrauf.

Unter Anton Gschwendtner wurde das Atelier vom Guide Michelin mit zwei Sternen ausgezeichnet und auch Romes durfte sich zuletzt im Skin’s mit dieser hohen Wertung schmücken. Im Hinblick auf die diesjährige Vergabe der Sterne Ende Juni würde Romes gerne an diese Leistung anknüpfen, sagt er. Ob aber acht Wochen dafür reichen, sei dahingestellt. Überhaupt findet Romes: „Zwei Sterne sind kein Ziel, sie sind ein Ergebnis“ (Atelier, Promenadenplatz 2–6, Dienstag bis Samstag 18.30 bis 23 Uhr, Telefon 089/2120743).

Bei der neuen Veranstaltung von Parasado Mitte Mai zählt zwar auch das Ergebnis, vor allem aber der Weg. Die Event-Caterer, die sich aufs Kochen über offenem Feuer spezialisiert haben, bieten nun neben ihrem Sommer-Pop-up in der Jachenau erstmals auch einen ganztägigen Grillkurs an. Im Garten des Landhauses Plendl in Oberappersdorf bei Freising lernen die Teilnehmer in kleiner Gruppe, wie man ein gutes Feuer macht und wie verschiedene Stücke Fleisch und Fisch am besten gelingen.

Dazu werden gemeinsam passende Soßen, Marinaden und Salsas angerührt und Gemüsebeilagen vom Grill und aus der Glut zubereitet. Sogar das Dessert, Riesenpfannkuchen mit karamellisierten Zitrusfrüchten, kommt vom Grill. Am Abend darf man das Gelernte gemeinsam verspeisen, und auch eine Übernachtung vor Ort im kleinen Landgasthof ist im Anschluss möglich (Parasado Grillkurs am 14. und 15. Mai jeweils ab 12.30 Uhr im Landhaus Plendl, Gerlhausener Straße 13, 85406 Zolling, Grillkurs inklusive Abendmenü und Getränkebegleitung 239 p.P., mit Übernachtung ab 299 p.P., Tickets über www.parasado.de/grillkurs).

Als die drei Betreiberinnen des Restaurants Goldmarie in der Schmellerstraße vor wenigen Monaten ankündigten, sich bald voll und ganz auf ihr Café Mari am Zenettiplatz fokussieren zu wollen, war noch nicht vollends geklärt, ob es mit der Goldmarie unter anderer Leitung weitergehen könnte. Nun steht fest: Das Lokal wird Mitte Juni endgültig schließen.

Der letzte Betriebstag wird der 13. Juni sein. Ab 12 Uhr gibt es an jenem Samstag Live-Musik und einen Flohmarkt, bei dem der Bestand der Goldmarie verkauft wird. Bis in den Abend hinein werden außerdem Getränke und Snacks wie Schweinebraten in der Semmel aus dem Fenster verkauft (Goldmarie, Schmellerstraße 23, Dienstag bis Samstag 18 bis 23 Uhr, Telefon 089/51669272).

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