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Neue Halle im Olympiapark:Große Lösung beim Olympiastadion

Auch bei der Sanierung des Olympiastadions zeichnet sich deutlich ab, welche von drei Varianten das Rennen machen wird: die Komplettsanierung, die die uneingeschränkte Weiternutzung für Großkonzerte, Public Viewing sowie religiöse Veranstaltungen ermöglicht. 76 Millionen Euro kostet das von Schmid bevorzugte Modell, bei dem die Betonschüssel samt Innenräumen "auf Neubauniveau", aber ohne Luxus-Schnickschnack hergerichtet wird.

Sanierung Olympiastadion München

Soll im großen Stil saniert werden: das Olympiastadion.

(Foto: Florian Peljak)

Besonders viel sehen wird man freilich davon nicht - Hartung zufolge geht es vor allem um die Modernisierung der Betriebstechnik und den Brandschutz.

Die Olympiapark-Betriebsgesellschaft hält diese Variante für die einzig sinnvolle, nur so sei das Olympiastadion in der Lage, weiterhin Großereignisse wie etwa das Ende Mai angesetzte Festival "Rockavaria" auszurichten. Was für Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) ein absolutes Muss ist. Der Konzertbetrieb müsse uneingeschränkt weiterlaufen können, findet der OB.

Ein reines Stadion-Museum sei völlig undenkbar. Auch Reissl zeigt Sympathie für das 76-Millionen-Modell - die Fraktion hat sich aber noch nicht festgelegt. Die Grünen plädieren klar für die große Lösung.

Damit sind die beiden preisgünstigeren Alternativen praktisch vom Tisch. 15 bis 25,5 Millionen Euro hätte eine Spar-Sanierung gekostet - der Effekt wäre aber nur gewesen, dass das Stadion weiterhin ohne Gefahr für Leib und Leben besichtigt werden kann. Beim 42 bis 52 Millionen Euro teuren Mittelweg wären Veranstaltungen zwar weiterhin möglich gewesen. Da aber auf die Sanierung der Innenräume verzichtet worden wäre, hätten sich die Musiker künftig in eigens aufzustellenden Containern umziehen müssen - was aus Sicht Hartungs weder praktikabel ist noch dem architektonischen Anspruch des Olympiaparks gerecht wird.

© SZ vom 10.11.2014/sekr