Ethikkommissionen an der TU München:„Schlechte Wissenschaft ist grundsätzlich unethisch“

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Viele Forschungsvorhaben behandeln heute Mensch-Technik-Interaktionen, etwa Roboter. Das wirft neue ethische Fragen auf. (Foto: Astrid Eckert/TU München)

Wenn Menschen Gegenstand der Forschung sind, ist ein Ethikvotum nötig, die TU München hat dazu eine neue Kommission eingerichtet. Die Professoren Klaus Bengler und Georg Schmidt stellen die Anträge auf den Prüfstand. Und signalisieren, wenn nötig: so nicht.

Interview von Sabine Buchwald

Bei Forschung im medizinischen Bereich ist klar: Ohne das Votum einer Ethikkommission wird kein Antrag an einer Hochschule genehmigt. An der Technischen Universität München (TUM) gibt es bereits seit mehr als 40 Jahren eine medizinische Ethikkommission, die Anträge eingehend prüft, wenn am Menschen geforscht werden soll. Nun behandelt gut jeder sechste Forschungsantrag an diese Kommission keine medizinischen Fragen mehr, sondern Themen aus Bereichen wie Mensch-Technik-Interaktionen oder dem autonomen Fahren. Deshalb hat die TUM jetzt auch eine nicht-medizinische Fachgruppe aufgebaut. Geleitet wird sie von Professor Klaus Bengler, Lehrstuhlinhaber und Professor für Ergonomie. Georg Schmidt, Professor für Kardiologie am Klinikum rechts der Isar, steht der medizinischen Ethikkommission vor. Im gemeinsamen Gespräch erzählen die Wissenschaftler von der Bedeutung ihrer Arbeit in den Ethikkommissionen, die sie neben ihrer Lehrtätigkeit ehrenamtlich machen.

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