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Neuaubing:Ende des Container-Daseins

Der Jugendtreff Awo's Fredl erhält einen zweistöckigen Festbau

Gut zwei Jahre noch. So lange sollen die acht bunt bemalten Container der Jugendfreizeitstätte Awo's Fredl den jungen Leuten in Neuaubing noch als Treffpunkt dienen. Danach steht der Umzug in einen zweistöckigen Neubau an: Der Kommunalausschuss des Stadtrats hat jetzt die Entscheidung des Kinder- und Jugendhilfeausschusses bestätigt, nach mehr als 20 Jahren Provisorium einen Festbau für das Fredl mit viel Grün längs der Bodenseestraße zu errichten. Zwei städtische Grundstücke werden dafür zusammengefasst.

Das neue, L-förmige Gebäude soll dabei kaum Wünsche offenlassen. Zum Raumkonzept gehören ein Café mit Tresen, Mehrzweck- und Gruppenräume, eine Chill-Ecke, eine Küche, Werk- und Technikräume. Ein Band-Übungsraum ist dabei ebenso vorgesehen wie eine Spieloase, ein Kicker- und ein spezieller Mädchenraum. Draußen erwartet die Zehn- bis 21-Jährigen ein großzügiger, lärmgeschützter Aufenthaltsbereich mit Tischtennis, Slackline und einer Rasenfläche für freies Spiel, für "gärtnerisches Arbeiten" und zum Werken sind zudem separate Zonen angedacht. Das Baureferat ist nun aufgefordert, die Entwurfsplanung für das bis zu 6,85 Millionen Euro teure Projekt zu erarbeiten.

Notwendig ist der Neubau auf jeden Fall. Aubing-Lochhausen-Langwied ist der am stärksten wachsende Stadtbezirk Münchens: Allein auf dem Gelände des ehemaligen Ausbesserungswerks der Bahn südlich der Bodenseestraße entstehen 500 Wohnungen, auf dem früheren Telekom-Areal weitere 500 Apartments und an der Aubing-Ost-Straße 600 Wohnungen. Im Hintergrund steht zudem die anstehende Besiedlung der Freihamer Bauabschnitte. Schon jetzt aber verzeichnet das Fredl 12 000 Nutzungen jährlich und zählt mehr als 110 Stammbesucher. Der Einrichtung, erläutert Kommunalreferentin Kristina Frank, obliege daher "in hohem Maße eine integrierende Funktion zwischen Alt- und Neubewohnern im Stadtteil".

Komplett alleine schultern muss die Stadt den Fredl-Neubau nicht: Weil der Jugendtreff im Sanierungsgebiet Neuaubing-Westkreuz liegt und für das Gebäude ein "innovatives Energie-Konzept" vorgesehen ist, hat die Regierung von Oberbayern bereits einen Zuschuss aus Städtebauförderungsmitteln zugesagt.

© SZ vom 15.11.2019 / eda
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