Nein zur dritten Startbahn:Abstrakte Werbung

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Die Hauptschuld am Abstimmungsergebnis der Werbeaktion zuschreiben, will freilich niemand. Im Nachhinein sei es immer einfach, kluge Tipps zu geben, sagt Alexander Reissl, Fraktionschef der SPD im Münchner Rathaus. Auf Nachfrage rückt er aber doch heraus, dass sich "viele Plakate nicht so wirklich erschlossen haben". Auch FDP-Fraktionschef Michael Mattar fand die Plakatwerbung "manchmal ein bisschen abstrakt".

Nein zur dritten Startbahn: Wolfgang Fierek auf einem der Plakate.

Wolfgang Fierek auf einem der Plakate.

(Foto: Marco Einfeldt)

Einige Aspekte seien "nicht so überzeugend" gewesen. Mattar betont allerdings, dass für ihn das entscheidende Defizit der "Totalausfall eines der Bündnispartner" war - gemeint ist die SPD. Damit schlägt die FDP in die gleiche Kerbe wie Mattars CSU-Kollege Josef Schmid. Der sagt, dass sich die Sozialdemokraten gemeinsamen Aktionen verweigert hätten. Vor diesem Hintergrund findet es Schmid "fehl am Platze, die Schuld auf die Kampagne zu schieben".

Anlass zu manch bösem Spott boten die Kurzvideos, die Heller & Partner mit den prominenten Unterstützern drehen ließ. So hatte der Schauspieler und Sänger Wolfgang Fierek ("Resi, i hol di mit mei'm Traktor ab") in die Kameras erklärt, dass "die ganze Welt auf uns schaut". Und wenn die auf einmal sagen würden, "Mensch, die haben ja nur zwei Startbahnen, dann fliegen wir da nicht mehr hin. Das geht doch net."

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