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Nahverkehr:Stellwerkstörung bei S-Bahn behoben - weiter großer Rückstau

Hunderte Menschen stehen im Berufsverkehr an den S-Bahnstationen und warten darauf, dass es weitergeht.

(Foto: Christian Krügel)
  • Eine Stellwerkstörung am Ostbahnhof hat am Dienstagmorgen den S-Bahn-Verkehr lahmgelegt.
  • Der Ostbahnhof war zeitweise für alle S-Bahnen gesperrt, Tausende Pendler standen an den Stationen.
  • Inzwischen ist die Störung behoben, die S-Bahnen fahren wieder durch die Stammstrecke. Es kommt aber zu erheblichem Rückstau.

Eine Stellwerkstörung hat am Dienstagmorgen ein Verkehrschaos im Münchner Osten hervorgerufen. Seit 8.20 Uhr war der Ostbahnhof für alle S-Bahnen gesperrt, die Sperrung ist seit zirka 9.30 Uhr wieder aufgehoben. Die Störung sei behoben, der Verkehr könne nun wieder schrittweise aufgenommen werden, so die Deutsche Bahn auf Nachfrage. Alle Linien verkehren wieder durch die Stammstrecke. Es wird noch lange dauern, bis alle S-Bahnen wieder regulär fahren. Wie lange genau, dazu konnte die Deutsche Bahn (DB) keine Prognose abgeben.

An den Stationen stauten sich in Folge der Sperrung Tausende Pendler, die nicht wussten, wann es für sie weitergeht und wie sie weiterkommen. Insbesondere in den Unterführungen am Ostbahnhof, die zu den Gleisen führen, herrschten kurz nach 9 Uhr chaotische Zustände. Der Tunnel war völlig überfüllt mit Fahrgästen, die auf der Suche nach möglichen Zugverbindungen waren, zwischendrin eingezwängt waren mehrere Kindergarten- und Schülergruppen. Die Bahn war völlig überfordert: Gerade mal zwei Mitarbeiter der Bahn-Security versuchten, die Fahrgäste zu informieren, zwei Bundespolizisten sahen interessiert zu - in dem Chaos einigermaßen Ordnung zu schaffen und belastbare Auskünfte zu geben, versuchte erst gar keiner.

Aus einer S-Bahn, die vor dem Ostbahnhof stand, wurden 20 Personen herausgeholt, ehe der Zug dann doch in die Haltestelle einfahren konnte und die übrigen Fahrgäste aussteigen konnten. Eine zweite S-Bahn, die auf freier Strecke vor dem Leuchtenbergring stand, musste nicht evakuiert werden.