München heute:Tag eins ohne Maskenpflicht / Ärger mit Gorillas / Wie Übersetzer ukrainischen Geflüchteten helfen

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München heute: Ein Paar, zwei Haltungen: Das Ehepaar Lehmann-Gruber in der Kunsthalle hat individuell entschieden.

Ein Paar, zwei Haltungen: Das Ehepaar Lehmann-Gruber in der Kunsthalle hat individuell entschieden.

(Foto: Catherina Hess)

Nachrichten und Lesenswertes aus der Stadt.

Von Nicole Graner

Was habe ich eigentlich erwartet, als ich in der Kunsthalle München Menschen beobachte, die zum ersten Mal nach so langer Zeit ohne Maske Bilder anschauen können? Dass sie jubeln, dass sie demonstrativ vor einem Gemälde die Maske herunterreißen? Dass die meisten keine Maske mehr tragen?

Es ist einfach eine lange Zeit, in der wir uns und andere mit einer Maske geschützt haben. Erst waren es die bunten Stoffmasken, dann die wenig schönen blauen medizinischen Masken. Und dann der FFP-2-Mundschutz - erst weiß, dann in allen farbigen Variationen. Wir haben uns daran gewöhnt, wir haben damit gelebt. Und jetzt fühlen sich einige Menschen fast unwohl, sie auszuziehen.

Man werde komisch angeschaut, weil man keine Maske mehr trage, sagt eine Passantin im Marienplatz-Zwischengeschoss. Und eine Ausstellungsbesucherin hat das Gefühl, dass die anderen Besucher auf Abstand gehen, weil sie unmaskiert Bilder bestaunt. Obwohl sie es jetzt am Tag eins der Lockerungen darf.

Was habe ich erwartet? Eigentlich ist es gut, dass die Menschen verhalten reagieren (SZ Plus). Die Inzidenzen sind nicht niedrig. Und es ist doch auch gut, dass die Menschen noch immer den anderen schützen wollen. Wenn das ein Gedanke ist, der nach zwei Jahren bleibt, dann ist an diesem Sonntag wirklich Freedom Day.

DER TAG IN MÜNCHEN

München trägt jetzt wieder Weiß Pünktlich zum ersten Aprilwochenende ist das Wetter auch in der Stadt winterlich geworden.

Tamtam mit den Gorillas Der Lieferdienst stößt in der Maxvorstadt auf Unmut. Die Lokalpolitiker stemmen sich gegen ein Bauvorhaben - und hoffen, dadurch auch die Lebensmittel-Kuriere loszuwerden.

Übersetzen, bis die Kraft ausgeht Viele Geflüchtete aus der Ukraine beherrschen weder Deutsch noch Englisch. Das Übersetzen übernehmen zum großen Teil Freiwillige - oft neben ihrem Vollzeitjob. Was das mit ihnen macht.

Gewürgt bis zur Bewusstlosigkeit Ein Polizist ist Opfer einer Körperverletzung geworden. Ein Mann nahm ihn in einem Lokal unvermittelt von hinten in einen Würgegriff und zerrte ihn vom Stuhl.

Leiser, heller, blauer Die Sanierung der Paul-Heyse-Unterführung ist abgeschlossen. Am Montag erfolgt die Freigabe des mit LED-Beleuchtung aufgewerteten Tunnels am Hauptbahnhof.

"Kesselhaus" ohne Kessel Das Industrie-Denkmal, das dem Schwabinger Krankenhaus einst Heizenergie und Strom lieferte, wird saniert. Es wird danach anders aussehen.

Etwa 4000 Menschen demonstrieren in der Innenstadt gegen die Impfpflicht Die Veranstaltung sei friedlich abgelaufen, sagt ein Polizeisprecher. Insgesamt sind am Samstag 170 Beamte bei unterschiedlichen Demonstrationen im Einsatz gewesen.

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