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Nachfolger für X-Games:Saltos über dem Olympiasee

BESTPIX X-Games Munich Day 2

Hochfliegende Pläne hatte der Olympiapark mit den X-Games. Bis 2015 sollten sie jedes Jahr Hunderttausende Besucher nach München bringen.

(Foto: Alex Grimm/Bongarts/Getty Images)

Es gibt einen Nachfolger für die X-Games: Von diesem Sommer an soll das Spektakel "Munich Mash" das Publikum in den Bann ziehen. Der Olympiapark setzt dabei auf einen erfahrenen Actionsport-Sponsor.

Nach dem überraschenden Aus für die X-Games im vergangenen Jahr hat die Olympiapark München GmbH (OMG) Ersatz für das Actionsport-Spektakel gefunden. Am kommenden Mittwoch will die OMG die Nachfolgeveranstaltung vorstellen: den Munich Mash.

Der amerikanische Sportsender ESPN hatte im vergangenen Oktober seinen Rückzug von den X-Games verkündet, was zugleich das Ende der Veranstaltung im Olympiapark bedeutete. Für den Munich Mash wird es nun erneut einen starken Partner an der Seite der OMG geben, und zwar einen, der im Olympiapark bestens bekannt ist: Red Bull. Der Gedanke an den Spaßgetränke-Riesen lag nahe, denn die Österreicher haben sich als Retter des Eishockey-Erstligisten EHC München und als potenzieller Bauherr der geplanten Multifunktionshalle im Park ins Gespräch gebracht.

Beim Munich Mash wird der Getränke-Multi eine tragende Rolle spielen, denn die von ihm ins Leben gerufene X-Fighters-Serie soll den Höhepunkt der dreitägigen Veranstaltung darstellen. Waren die Motocross-Akrobaten bei den X-Games noch in die Olympiahalle gezwängt, bekommen sie beim Munich Mash, der vom 18. bis 20. Juli stattfinden wird, eine ungleich spektakulärere Bühne.

Die Fahrer werden ihre Saltos und Tricks auf einer schwimmenden Strecke im Olympiasee vorführen. Dazu werden Pontons - Arbeitsplattformen, die in Häfen oder beim Brückenbau Verwendung finden - aneinander befestigt, die Fahrer springen praktisch von Plattform zu Plattform. "Das ist kein typisches Motocross-Setup", erklärt Frank Seipp, "es ähnelt einem Slopestyle-Parcours."

Seipp ist Geschäftsführer der Agentur S&K, die mit dem Olympiapark alle Sport-Großveranstaltungen stemmt, er hat als Organisationschef der X-Games viel Erfahrung gesammelt. Der Munich Mash soll kein Abklatsch des Originals sein, sondern den Sport "auf ein neues Level heben".

Die Strecke für die Mountainbiker wird demnach nicht weniger spektakulär sein: Auf der Ost-Tribüne des Olympiastadions wird eine riesige Rampe errichtet, von der sich die Fahrer auf eine mit Schanzen, Wellen und Steilkurven gespickte Strecke stürzen, das Ziel wird auf dem Coubertinplatz sein. Eine Idee dabei ist, das Event zentraler zu gestalten. Zudem wird vermieden, den See abzulassen und den Olympiaberg umzugestalten. Gerade diese Baumaßnahmen waren auf viel Kritik gestoßen.

Eine weitere Überlegung war, die Veranstaltung auch zeitlich zu straffen, daher wird es nur noch einen weiteren Wettbewerb "BMX Street" geben. "Das ist eine der klassischen und sehr attraktiven Sportarten", so Seipp. Während die Mountainbiker und Motocrosser eher das Spektakel bedienen, würde BMX ähnlich wie Skateboard für den Ursprung dieser Sportarten stehen. Wie schon bei den X-Games wird für die BMX-Fahrer eine Strecke in das Olympia-Eisstadion modelliert.

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