Nach Attacke in Pasing Razzia gegen rechte Fußballfans

Bei einer Razzia gegen mutmaßlich rechtsradikale Fußball-Hooligans hat die Polizei am frühen Donnerstagmorgen sechs Wohnungen in der Stadt und im Landkreis München durchsucht. Die insgesamt neun Verdächtigen, unter ihnen auch zwei Personen aus Passau und einer aus Rostock, sollen allesamt Anhänger des Drittligisten Hansa Rostock sein. Die Tatverdächtigen waren am Samstag vor zwei Wochen kurz vor Mitternacht auf dem Pasinger Bahnhofsplatz auf mehrere zwischen 21 und 28 Jahre alte Syrer, Afghanen und Iraner losgegangen. Erst flogen Beleidigungen wie "Ausländer raus!", dann die Fäuste. Eines der Opfer wurde durch einen Faustschlag ins Gesicht verletzt, ein anderes an der Hand. Passanten riefen die Polizei, die Täter konnten aber zunächst türmen.

"Im Zuge langwieriger und aufwendiger Ermittlungen" des für politisch rechts motivierte Kriminalität zuständigen Staatsschutzkommissariats 44 konnten jetzt laut Münchner Polizei bundesweit insgesamt neun Tatverdächtige im Alter zwischen 18 und 48 Jahren ermittelt werden. Bei den Durchsuchungen wurden nach Angaben einer Polizeisprecherin vom Sonntag "weitere mutmaßlich tatrelevante Beweismittel" sowie Drogen gefunden. Gegen die neun Tatverdächtigen wird wegen Landfriedensbruchs, gefährlicher Körperverletzung und wegen Volksverhetzung ermittelt.