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Nach Hochwasser:Baden und Paddeln in der Isar verboten

Der Pegel der Isar sinkt weiter und nähert sich langsam wieder normaleren Werten - die Gefahr bleibt aber vorerst noch bestehen. Schwimmen und Bootfahren ist deshalb auch weiterhin verboten. Der Dauerregen hatte zu Wochenbeginn im Südosten Bayerns die Flüsse anschwellen lassen, auch die Isar führte Hochwasser. Den höchsten Pegelstand erreichte sie am späten Dienstagabend mit 3,87 Meter, das entsprach bereits der zweithöchsten Meldestufe. Inzwischen sind es nur noch 2,30 Meter (Stand Freitagnachmittag). "Ein gefahrloses Baden und Befahren ist aufgrund des hohen Wasserstandes und der erhöhten Abflussgeschwindigkeit nicht möglich", betonte die Stadtverwaltung am Donnerstag. Auch das Landratsamt München warnte nochmals davor, die Gefahr zu unterschätzen. Bootsfahren sei wegen des vielen Treibholzes, der starken Strömung und des trüben Wassers noch immer äußerst gefährlich, es werde dringend davon abgeraten. Die Stadt München hat in diesem Jahr bereits mehrere temporäre Bootfahrverbote erlassen. Anfang Juli war es an einem Wochenende zu so vielen Unfällen gekommen, dass teils auch die Retter in Gefahr gerieten. Sobald sich die Verhältnisse auf der Isar wieder entspannen, werde umgehend geprüft, ob das Bade- und Befahrungsverbot wieder aufgehoben werden kann, heißt es bei der Stadt.

© SZ vom 08.08.2020 / SZ
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