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Nach der Pandemie:Urlaub in der eigenen Stadt

Tapetenwechsel

Auch das Hotel Andaz will Münchner Gäste für eine Übernachtung in der eigenen Stadt gewinnen.

(Foto: Catherina Hess)

Münchner Hotels laden wieder zum "Tapetenwechsel" ein

Von Franz Kotteder

Wer in der eigenen Stadt eine Nacht im Hotel verbringt, hat ja nun nicht unbedingt immer lautere Absichten. Zumindest war das früher so. Seit ein paar Jahren aber darf man das gerne zugeben - seit die Münchner Hotels nämlich ihre Aktion "Tapetenwechsel" anbieten. Da darf man dann nämlich als Münchner zu einem (verglichen mit einem Touristen) deutlich günstigeren Preis in einem von rund 50 Hotels in der Stadt übernachten, um mal zu sehen, wie sich das anfühlt.

Am Mittwoch stellten die Tourismus-Initiative München und die Dehoga das Programm der Hoteliers für dieses Jahr vor. Wieder sind rund 50 Hotels mit dabei, von der Luxusklasse mit fünf Sternen bis hinunter zu Hotels ohne besondere Klassifizierung. Der Preis fürs Doppelzimmer bewegt sich dabei zwischen 79 und 159 Euro pro Nacht inklusive Frühstück. So günstig kann man normalerweise nicht absteigen in der eigenen Stadt, jedenfalls nicht in diesen Preisklassen. Die Aktion läuft zwischen dem 25. Juni und dem 11. Juli. Nachdem die Nachfrage in den vergangenen Jahren schon sehr groß war, sind in diesem Jahr auch die Bewohner aus den umliegenden Landkreisen - "von Fürstenfeldbruck und Dachau über Freising und Erding bis nach Ebersberg und Starnberg " eingeladen, mal in München zu übernachten, so Michael Höflich, Geschäftsführer der Tourismusinitiative. Ist ja oft auch billiger, als mit dem Taxi heimzufahren, wenn die letzte S-Bahn weg ist. Buchen kann man unter www.muenchen.de/tapetenwechsel.

Im Jahr eins nach Beginn der Pandemie hat der "Tapetenwechsel" natürlich noch einmal besondere Bedeutung. Denn in den vergangenen zwölf Monaten haben die Münchner Hotels nur wenig verdient, und ohne die staatlichen Hilfen wären viele längst pleite. Denn, so Martin Stürzer vom Hotel- und Gaststättenverband Dehoga, Hotelier zweier Häuser am Hauptbahnhof: "Mein Europäischer Hof mit 150 Zimmern ist seit dem 19. März 2020 geschlossen, trotzdem mussten vier Leute das Haus in Vollzeit instandhalten. Ein Haus dieser Größenordnung kann man nicht einfach stilllegen."

© SZ vom 24.06.2021
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