MVG streicht Angebot:Schluss für "KolumBus"

Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) streicht ihr Angebot "KolumBus". "Wegen der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Einschränkungen" sei das auf Kinder und Jugendliche zugeschnittene Busvermietungs-Angebot bereits längere Zeit nicht mehr offensiv beworben worden, begründet die MVG ihre Entscheidung. Entsprechend schlecht sei das wirtschaftliche Ergebnis. Außerdem, so der Sprecher der Verkehrsbetriebe Johannes Boos, gehöre "das Produkt nicht zum Kerngeschäft". Der Werbe-Schriftzug auf den beiden Bussen, die Kinder zu Ausflugszielen brachten, wurde entfernt und durch die reguläre MVG-Optik ersetzt.

Kein Wort kam von der MVG zu der von der Bürgerinitiative Cambio angestoßenen und politisch kontrovers geführten Debatte vom Sommer, das Angebot umzubenennen. Cambio setzt sich für die Aufarbeitung kolonialen Denkens und Handelns ein und verwies bereits im Mai auf die Gräueltaten, die mit der "Entdeckung" Amerikas durch Christoph Kolumbus einhergegangen seien. Gerade bei Kindern, so argumentierte die Initiative, sei "eine korrekte und vielseitige Bewusstseinsbildung enorm wichtig". Boos sagte damals dazu: Die MVG nehme die Kritik "sehr ernst" und werde "prüfen, ob der Name für das Angebot modifiziert werden" könne.

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