Muttertag-Tipps für München und Ausflüge ins UmlandTipps für die gemeinsame Zeit am Muttertag

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Grenzenlose Zuneigung: Dieses Bild der Mutter Maria ist im Diözesanmuseum Freising zu sehen.
Grenzenlose Zuneigung: Dieses Bild der Mutter Maria ist im Diözesanmuseum Freising zu sehen. Diözesanmuseum Freising

Ins Ballett, ein besonderer Film, ein ausgedehntes Mittagessen, oder doch lieber ein Ausflug zur Kunst: Am Muttertag gibt es viele schöne Möglichkeiten, gemeinsam Zeit zu verbringen. Eine Auswahl.

Von SZ-Autorinnen und -Autoren

Der Muttertag ist ein weltlicher Feiertag, kein religiöser. Wie so viele dieser dem Kommerz statt dem Spirituellen huldigenden Phänomene, schwappte er in seiner aktuellen Ausprägung in den 1920er-Jahren aus den USA nach Europa. Doch schon die alten Griechen kannten Ehrenfeste für die Mutter – freilich nie ohne die entsprechende Gottheit dabei zu preisen. Und im spätmittelalterlichen, christlichen England feierte man den Tag der Mutter auch als Tag der Mutter Kirche.

Maria steht in christlich geprägten Landen heute noch für die Mutter aller Mütter. Viele Marienbilder zeigen sich aller Heiligkeit zum Trotz erstaunlich lebensnah. Zu sehen im Diözesanmuseum Freising. Da schaut der Knabe seine Mama schon einmal so an, wie Mütter sich das wünschen, und es Papas gelegentlich neidvoll beobachten: voll grenzenloser Zuneigung, in der Gewissheit der Gegenliebe und mit einem Hauch von Plan, diese bald wieder mit einem kleinen Streich auf die Probe zu stellen.

Andacht und Tanz auf dem Domberg

„Sammeln – Glück und Wahn“ heißt eine Ausstellung, die bis 3. August im Diözesanmuseum Freising zu sehen ist. Dabei begeben sich die Besucher in einem facettenreichen Wunderland auf die Spur dieses Phänomens und erfahren hautnah, wie schmal der Grat zwischen Leidenschaft und Obsession sein kann.
„Sammeln – Glück und Wahn“ heißt eine Ausstellung, die bis 3. August im Diözesanmuseum Freising zu sehen ist. Dabei begeben sich die Besucher in einem facettenreichen Wunderland auf die Spur dieses Phänomens und erfahren hautnah, wie schmal der Grat zwischen Leidenschaft und Obsession sein kann. Johannes Simon

Herausragende Kunst, ein schöner Blick über die Stadt auf der Sonnenterrasse und vorzüglicher Kuchen im Café-Restaurant auf dem Domberg – dafür lohnt sich immer auch ein Ausflug nach Freising ins Diözesanmuseum. Dass dort alle Mütter in den Mariendarstellungen reichlich Bildbezüge finden werden, ist eh klar.  Aber am Muttertagssonntag hat das Dimu, wie das Diözesanmuseum auch liebevoll genannt wird, ein besonderes Programm aufgelegt: Um 14 Uhr lädt es zu einer festlichen, von einem Bläserquintett begleiteten Maiandacht mit Domrektor Marc-Aeilko Aris ein. Diese findet bei gutem Wetter vor der „Chapel of Mary’s Mantle“ statt, die die Künstlerin Kiki Smith gestaltet hat.

Bei schlechtem Wetter wird’s nicht minder besonders, dann geht es ins Museum zur Licht-Kapelle von James Turrell. Im Anschluss spielt das Salon-Ensemble Csardasparadies im Lichthof des Museums Musik der Zwanziger- und Dreißigerjahre – von Swing und Jazz über Walzer, Foxtrott und Tango Argentino bis zu Klezmermusik – und lädt zum Mittanzen ein. Als Eintrittskarte für den Tanz gilt das Museumsticket. Evelyn Vogel

Maiandacht (14 Uhr), Musik und Tanz (15 Uhr), Diözesanmuseum Freising, Domberg 21

Besondere Menüs

Für den Brunch im Brenner kann man vorab Blumensträuße bestellen.
Für den Brunch im Brenner kann man vorab Blumensträuße bestellen. Darja Voloshina

Normalerweise ist es gar nicht so einfach, am Sonntag Essen zu gehen. Manche Restaurants in München, die sonst eigentlich geschlossen hätten, öffnen extra zum Muttertag ihre Türen, so auch der Brenner an der Oper. Hier gibt es zwei verschiedene Menüs mit je vier Gängen, eins zum Brunch (69 Euro p.P.), eins zum Mittagessen (79 Euro p.P.). Am Morgen werden unter anderem Carpaccio vom Saibling und Eggs Benedict mit Spargel aufgetischt, im Mittagsmenü stehen Rinderfilet und Riesengarnelen mit Fenchel-Pesto zur Auswahl.

In beiden Menüs ist ein Glas Rosé Champagner enthalten. Auf Wunsch können außerdem vorab Pralinen aus der Patisserie Alexa von Harder und Blumensträuße in verschiedenen Größen vorbestellt werden, die bei Ankunft am Tisch auf Mama warten.

Brenner, Maximilianstr. 15, brennergrill.de

Auch das Fischrestaurant Atlantik am Schlachthof hat sich ein Mittagsmenü überlegt. Für 69 Euro pro Person gibt es zur Vorspeise Loup de Mer mit Koriander und Limette, im Hauptgang Saltimbocca vom Steinbutt mit Spargel und zum Abschluss Windbeutel gefüllt mit Schokoladenmousse und Rhabarber. Es kann aber auch à la carte bestellt werden. Die kleinen Gäste dürfen zwischen Saiblingsfilet mit Kartoffelpüree (15 Euro) und hausgemachter Pasta Bolognese (9 Euro) wählen. Sarah Maderer

Atlantik Fisch, Zenettistr. 12, atlantik-muenchen.de

Tolle Mütter in tollen Filmen

Bridget Jones (Renée Zellweger) fängt in „Verrückt nach ihm“  wieder an zu daten. Objekt der Begierde ist der freundliche Parkwächter Roxster (Leo Woodall).
Bridget Jones (Renée Zellweger) fängt in „Verrückt nach ihm“  wieder an zu daten. Objekt der Begierde ist der freundliche Parkwächter Roxster (Leo Woodall). Jay Maidment / Universal

Anderen Müttern beim Muttersein zuzusehen, kann erhellend oder ernüchternd sein, abenteuerlich oder amüsant: Im Kino gab es dieses Jahr schon viele schöne Mama-Filme, von „Wunderschöner“ (mit Karoline Herfurth als Teilzeit-Erziehungsberechtigte) bis hin zur Komödie „Bridget Jones: Verrückt nach ihm“, in der die titelgebende Chaos-Queen als Mutter von zwei kleinen Kindern ihr Liebesglück sucht. Die fantastische Fernanda Torres führt im brasilianischen Oscar-Gewinnerfilm „Für immer hier“ ihre Familie durch unsichere Zeiten.

Im Dokumentarfilm „Ich will alles. Hildegard Knef“ erzählt deren Tochter aus dem Leben mit der Knef, in der Tragikomödie „Was Marielle weiß“ hört ein Mädchen mit, was die Mama (Julia Jentsch) heimlich macht. Leonie Benesch gibt im Kinohit „Heldin“ ebenjene, sie kümmert sich als Krankenpflegerin um ihre Patienten und die kleine Tochter. Und im norwegischen Spielfilm „Oslo Stories: Träume“ lernen Großmutter und Mutter ihre Tochter von einer völlig neuen Seite kennen. Josef Grübl

Eine königliche Klasse im Schloss

Zum Muttertag gibt es dieses Jahr auf Schloss Herrenchiemsee nicht nur die Prachträume aus der Zeit Ludwig II. zu sehen, sondern auch zeitgenössische Kunst.
Zum Muttertag gibt es dieses Jahr auf Schloss Herrenchiemsee nicht nur die Prachträume aus der Zeit Ludwig II. zu sehen, sondern auch zeitgenössische Kunst. imago

Natürlich ist das Schloss auf der Herreninsel im Chiemsee immer einen Ausflug wert – nicht nur am Muttertag. Die Bootsfahrt über den See, der Spaziergang oder die Kutschfahrt durch den Park sind herrlich. Und geradezu atemberaubend ist das Königsschloss selbst nach dem Vorbild von Versailles. Dieses Jahr kann man Muttern an diesem besonderen Tag nicht nur zu Besuch beim König einladen, sondern sie auch in eine geradezu königliche Ausstellung entführen. Denn just an dem Wochenende eröffnet die Ausstellung „Königsklasse“ auf Schloss Herrenchiemsee mit zeitgenössischer Kunst aus der Pinakothek der Moderne.

Unter dem Motto „Könnt ihr noch? – Kunst & Demokratie“ sind mehr als 50 Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern zu sehen, die in ihren Werken demokratische Grundwerte wie Freiheit, Selbstbestimmung oder die Würde des Menschen verhandeln. Am Eröffnungswochenende (10./11. Mai) ist der Eintritt frei. Außerdem gibt es am Muttertag ein musikalisches Begleitprogramm mit Musik von Roger Rekless, der Hochzeitskapelle und dem Kinderchor Prien. Und wer mag: Ein Kaffeeklatsch bei Königs auf der Terrasse ist auch möglich. Evelyn Vogel

Königsklasse: Könnt ihr noch? – Kunst & Demokratie, Schloss Herrenchiemsee, 10. Mai bis 12. Oktober, Eröffnungswochenende: Eintritt frei

Abschied von den Lieblingen

António Casalinho und Margerita Fernandes tanzen in „Giselle“. Oft wird man die beiden Münchner Publikumslieblinge nicht mehr zu sehen bekommen.
António Casalinho und Margerita Fernandes tanzen in „Giselle“. Oft wird man die beiden Münchner Publikumslieblinge nicht mehr zu sehen bekommen. Katja Lotter

Nicht wenige im Münchner Ballettpublikum begannen sofort Mutter- oder besser Elterngefühle zu entwickeln, als sie António Casalinho und Margarita Fernandes zum ersten Mal auf der Bühne des Nationaltheaters tanzen sahen. In der Spielzeit 2021/2022 waren die beiden Portugiesen, wie immer gemeinsam, denn sie kennen sich von „Kindesbeinen“ an, zum Ensemble des Bayerischen Staatsballetts gestoßen, er 18 Jahre alt, sie gerade mal 16. Dann begann ein Prozess der Verzauberung. Und es klingt schon etwas sehr sentimental, aber fortan traf man vor den Vorstellungen nicht wenige gestandene Münchnerinnen im Oma-Alter, die mit leuchtenden Augen schwärmten: „Mei, heut’ tanzt er wieder, mein António. Mit seiner Margarita!“

Ja, an diesem Muttertag 2025 tanzen sie wieder, ein gewiss hinreißendes Solo im Pas de six im Ballett-Klassiker „Giselle“. Oft wird man die beiden Lieblinge nicht mehr zu sehen bekommen. Sie wechseln ans Wiener Staatsballett, natürlich gemeinsam. Aber Wien ist nicht weit – eine Reise dorthin, vielleicht zum nächsten Muttertag, könnte man sich schon mal im Kalender notieren. Jutta Czeguhn

„Giselle“, Bayerisches Staatsballett, 11. Mai, 18 Uhr, Nationaltheater, Restkarten unter www.staatsoper.de

Teuflischer Musikkabarett-Spaß

Seit vielen Jahren das beste Musikkabarett- und Chanson-Duo Deutschlands: Pigor & Eichhorn.
Seit vielen Jahren das beste Musikkabarett- und Chanson-Duo Deutschlands: Pigor & Eichhorn. Oliver Hochkeppel

Eine München-Premiere zum Muttertag: Mal nicht mit einem ihrer „Volumen“-Programme kommen Pigor & Eichhorn, seit vielen Jahren das beste Musikkabarett- und Chanson-Duo Deutschlands (beziehungsweise Salon-Hip-Hopper, wie sie sich selber nennen) ins Lustspielhaus, sondern mit der Bühnenversion von Thomas Pigors Buch „La Groete – Sag nicht Kleinkunst!“. E

s erwartet einen eine verteufelt bizarre Expedition ins Berliner Kreativmilieu der Wendejahre: Der Teufel möchte zum Ausklang des 20. Jahrhunderts noch einmal einen Pakt alter Schule abschließen und verspricht dem Chansonnier La Groete im Tausch für seine Seele den Deutschen Kleinkunstpreis. Mit der Kulturbeauftragten einer Krankenkasse erwächst ihm aber eine ebenbürtige Gegnerin. Was eine Abenteuerreise in die Welt des Kabaretts ergibt, mit verrückten Exkursen, Wortspielereien und Chansons, die die beiden in jenen Cabaret-Zeiten geschrieben haben, in denen die Romanhandlung spielt.

Pigor & Eichhorn: „La Groete – Sag nicht Kleinkunst!“, Sonntag, 11. Mai, 19.30 Uhr, Lustspielhaus, Occamstraße 8, lustspielhaus.de

Traumhafter Gesang

Bei ihr fließen Jazz, Art-Pop, Electronica und Neoklassik zusammen: Yumil Ito.
Bei ihr fließen Jazz, Art-Pop, Electronica und Neoklassik zusammen: Yumil Ito. Oliver Hochkeppel

Die Montreux Jazz Competition hat sie schon gewonnen, gerade erst war sie bei der Jazzahead in Bremen, der weltgrößten Jazz-Fachmesse, für einen Showcase ausgewählt, jetzt kann man Yumi Ito bei einem besonderen Muttertagskonzert im Elektra Tonquartier, dem einzigartigen Konzertsaal im Bergson erleben. „Traumwandlerisch schön“ ist es von den Veranstaltern überschrieben, und das wird es sicher werden, denn die in der Schweiz aufgewachsene und lebende Tochter des japanischen Konzert-Pianisten Suguru Ito und der polnischen Mezzosopranistin Margo Cadias verfügt über eine der aktuell anrührendsten und expressivsten Stimmen.

Zudem eine, in der Jazz, Art-Pop, Electronica und Neoklassik zusammenfließen. Zum Muttertag werden sicher einige der schönsten Stücke ihres fünften Albums „Ysla“ zu hören sein, aber auch schon etwas von ihrem demnächst erscheinenden neuen Werk.

Yumi Ito, Sonntag, 11. Mai, 16 Uhr, Bergson, Am Bergson Kunstkraftwerk 2, bergson.com

Musik für die ganze Familie

„Träum’ Dir Deine Welt!“ lautet der Titel des Muttertagskonzerts im Rahmen der Ottobrunner Konzerte im Wolf-Ferrari-Haus. Im Mittelpunkt stehen die Lieder und Texte von Dorothée Kreusch-Jacob, die mit ihren Büchern und CDs seit Jahrzehnten unzähligen Kindern die Welt der Musik erschlossen hat. Begleitet wird sie zum einen vom Maler, Illustrator und Autor Quint Buchholz, der mit ihr das Buch „Sonne, Mond und Abendstern“ gemacht hat und nun seine Illustrationen auf die Leinwand projiziert.

Und zum anderen musikalisch von ihren Söhnen, dem klassischen Gitarristen Johannes Tonio Kreusch und dem Jazzpianisten Cornelius Claudio Kreusch, die beide auch die künstlerischen Leiter der Ottobrunner Konzerte sind. Ein multimediales Musikerlebnis für die ganze Familie.

Dorothée Kreusch-Jacob & Quint Buchholz: „Sonne, Mond und Abendstern“, Sonntag, 11. Mai, 11 Uhr, Ratssaal des Wolf-Ferrari-Hauses Ottobrunn, ottobrunner-konzerte.com

Außergewöhnliche Freundschaft

In diesem Jahr erinnert die Musikwelt an seinen Tod vor 50 Jahren: Der russische Komponist Dmitri Schostakowitsch (undatierte Aufnahme, die wohl während der Belagerung Leningrads durch die Wehrmacht entstanden ist).
In diesem Jahr erinnert die Musikwelt an seinen Tod vor 50 Jahren: Der russische Komponist Dmitri Schostakowitsch (undatierte Aufnahme, die wohl während der Belagerung Leningrads durch die Wehrmacht entstanden ist). Imago/Heritage Images

Was wäre aus ihm geworden ohne sie? Ein Ingenieur wie der Vater? Sofia Kokulina war Pianistin, und so unterrichtete sie ihren kleinen Dmitri, geboren 1906 in Sankt Petersburg, erst einmal selbst am Klavier und machte ihn so fit fürs Konservatorium. Dmitri Schostakowitsch wurde zu einem der bedeutendsten Komponisten des 20. Jahrhunderts. Auch die Mutter von Mieczysław Weinberg war Pianistin, bereits als Zwölfjähriger wurde er ins Warschauer Konservatorium aufgenommen. Mit der deutschen Besatzung Polens wurde die jüdische Weinberg-Familie auseinandergerissen, Mieczysław konnte fliehen, seine Eltern und seine Schwester wurden 1943 ermordet.

Weinberg und Schostakowitsch lernten sich in Moskau kennen, wo sie beide Repressionen durch die sowjetische Kulturideologie erfuhren. Ein Konzert des Münchner Rundfunkorchesters unter Leitung von Patrick Hahn führt nun die beiden Komponisten, die eine außergewöhnliche Freundschaft verband, am 11. Mai im Prinzregententheater zusammen. Zu hören sind unter anderem Schostakowitschs Liedzyklus für Sopran, Alt, Tenor und Orchester, Mieczyslaw Weinbergs Symphonie Nr. 12 d-Moll, op. 114 wiederum trägt den Titel „Dem Gedenken an Dmitrij Schostakowitsch“. Jutta Czeguhn

„Aus jiddischer Volkspoesie“, Münchner Rundfunkorchester, 11. Mai, 19 Uhr, Prinzregententheater, Karten unter www.rundfunkorchester.de

Frühstück mit Swing

Ab 10.30 Uhr steht in der Brasserie des Literaturhauses München, dem „Oskar Maria“, ein Jazz-Brunch bereit. Locker flockig wird man in den Tag begleitet mit Swingmusik vom Gitarristen Thomas Baggermann. Der Holländer ist einer der populärsten Django Reinhardt-Spieler Europas und lädt zum Jam mit Freunden der Münchner Szene, nämlich dem Gitarristen Daniel Fischer und der Kontrabassistin Julia Hornung, die auch voriges Jahr den Jazz-Brunch musikalisch gestaltet hatten. Das ausgedehnte Frühstück lässt sich bis 13.30 Uhr bei freiem Eintritt genießen. Ariane Witzig

Jazz-Brunch, Brasserie Oskar Maria im Literaturhaus, Salvatorplatz 1, ab 10.30 Uhr, Reservierungen: opentable.de/brasserie-oskar-maria oder unter info@oskar-maria.de

Zu Tieren und in die Therme

Babyelefanten genießen den besonderen Schutz der Herde. Neben der Mutter passen auch viele „Tanten“ auf, dass das Kleine wächst und gedeiht.
Babyelefanten genießen den besonderen Schutz der Herde. Neben der Mutter passen auch viele „Tanten“ auf, dass das Kleine wächst und gedeiht. Stephan Rumpf

Wer den Muttertag als Familie im Münchner Tierpark Hellabrunn verbringen will, kann das Frühstück daheim weglassen und es in den Park verlegen. Das Tierparkrestaurant bietet nämlich von 9 bis 11 Uhr ein Muttertags-Frühstück an, bei dem es sich lohnt, gleich mit der ganzen Familie zu kommen. Dann können die Kinder, Väter und Opas die Mütter und Omas einladen. Das Frühstück kostet 24,90 Euro pro Person, mit dabei ist ein frisch gepresster Orangensaft, Heißgetränke können immer wieder nachgeholt werden, und das obligatorische Glas Sekt gibt es gratis obendrauf (Reservierung unter marche-movenpick.de).

Und wer schon mal dort ist, lässt sich am besten auch die Spezialführung zum Muttertag nicht entgehen zum Thema „Familienbande – Familienstrukturen im Tierreich“ um 15.30 Uhr. Das Programm verspricht eine Entdeckungsreise durch den Tierpark, bei der man erfahren soll, wie sich Familien im Tierreich zusammensetzen und organisieren. Von liebevollen Elefantenherden bis zu den verspielten Affenfamilien – auch bei den Tieren gibt es viele Beispiele elterlicher Fürsorge. Auch diese Führung muss man vorab buchen unter: hellabrunn.de/formulare/anmeldeformular-offene-fuehrungen

Wer einfach nur entspannen und dabei dem Körper etwas Gutes tun möchte, für den ist die Therme Erding vielleicht das Richtige: Auch hier geht es an diesem Tag um die Mütter. Besondere Spezialaufgüsse, verwöhnende Masken, Duft- und Meditationsreisen lassen den Alltag für ein paar Stunden vergessen. Alle Damen ab 16 Jahren bekommen außerdem ein kostenloses Glas Prosecco. Ariane Witzig

Tierpark Hellabrunn, 9–18 Uhr, Frühstück 9–11 Uhr, Tierparkstraße 30,  hellabrunn.de; Therme Erding, Thermenallee 1–5, Erding, therme-erding.de

Mitlaufen oder laufen lassen

Jeder kann mitmachen, beim Giro di Monaco.
Jeder kann mitmachen, beim Giro di Monaco. Catherina Hess

Mütter sind doch eigentlich wie Marathonläufer, denn sie haben Ausdauer, gehen an ihre Grenzen und stellen sich jeglicher Herausforderung – oft mit einem Kinderwagen im Schlepptau. Warum also nicht den Muttertag nutzen, um beim „Giro di Monaco“ einen Fünf-Kilometer-Spendenlauf durch die Münchner Altstadt zu erleben und dabei Gutes zu tun? Oder vielleicht sogar selbst mitlaufen? Denn hier kann jeder mitmachen, egal wie alt, mit oder ohne Behinderungen, Familien mit Kindern oder Haustieren.

Es gibt keine Startnummer und keine Zeitnahme – der Spaß soll im Vordergrund stehen. Dieser Benefizlauf, organisiert vom Kulturzentrum Bellevue di Monaco, startet um 11 Uhr in der Blumenstraße. Oberbürgermeister Dieter Reiter gibt das Startsignal zum Lauf auf dem autofreien Altstadtring. Der Erlös fließt in Projekte, die Geflüchtete unterstützen. Für gute Stimmung sorgt ein Bühnenprogramm mit Musik und Überraschungsgästen, Info-  und Verpflegungsständen. Die Anmeldung läuft über die Website giro-di-monaco.de. Ariane Witzig

Giro die Monaco, Start ab 11 Uhr in der  Blumenstraße, giro-di-monaco.de

„Cari Cari“ in der Muffathalle

Zuhause ist’s am schönsten, finden Alexander Koeck und Stephanie Widmer.
Zuhause ist’s am schönsten, finden Alexander Koeck und Stephanie Widmer. Sophia Lavater/FYA LAV

Den Berufswunsch ihrer Kinder, Pop-Stars zu werden, sehen manche Eltern zwiespältig: Einerseits schön, wenn die Klavierstunden Früchte tragen. Andererseits – wird denn die Ernte auch reich genug sein? Bei Alexander Koeck und Stephanie Widmer muss sich die Familie keine Sorgen machen, im Gegenteil: Sie ist in die Do-it-yourself-Karriere der österreichischen Band Cari Cari eingebunden. Album-Cover (auf dem aktuellen „One More Trip Around The Sun“ ist sogar ein Bild von der ganzen Familie drauf) werden selbst gemacht, im heimischen Studio wird aufgenommen, Mama Widmer betreibt den Online-Shop, alles wird aus Omas Garage verschickt.

Und Cari Cari sind durchaus erfolgreich, haben Millionen Klicks hier und dort, werden vom britischen Radio BBC One gelobt, haben mit ihrem Protest gegen die niedrigen Gagen von Orchester-Musikern sogar die Politik zu Mindesthonoraren genötigt. Bei all dem ist das Konzert am 11. Mai, 19.30 Uhr, in der Muffathalle mit Müttern aller Art prima anzuhören: Mehrgenerationen-Musik mit Maultrommel und Didgeridoo als „Hommage an das Älterwerden“ und „Liebeserklärung an Familie und Freunde“ mit dem „Versprechen, sich und den eigenen Werten treu zu bleiben“. Michael Zirnstein

Cari Cari, 19.30 Uhr, Muffathalle, Zellstraße 4

Zu Rittern, Feen und Engeln

Figur eines Stechreiters, Nürnberg, Mitte des 16. Jahrhunderts.
Figur eines Stechreiters, Nürnberg, Mitte des 16. Jahrhunderts. Bastian Krack; Bayerisches Nationalmuseum, Bastian Krack/Bastian Krack

Zu einer musikalischen Reise zu Rittern, Feen und Engeln lädt das Bayerische Nationalmuseum mit seinem Familienkonzert am Muttertag ein. Natasha Lipkina, Geige, und Vladislav Indyk, Gitarre, spielen Werke von Bach, Vivaldi, Biber und Schubert, in denen es um mutige Ritter, tanzende Feen und himmlische Engel geht. Das Konzert beginnt um 11 Uhr und findet im Mars-Venus-Saal statt. Die Tickets (inklusive Museumseintritt) kosten 15 Euro, ermäßigt (Kinder bis 12 Jahre) 10 Euro. Evelyn Vogel

Musikalische Reise zu Rittern, Feen und Engeln, Familienkonzert, 11 Uhr, Bayerisches Nationalmuseum, Prinzregentenstraße 3

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