Moosacher Musiknacht:Livemusik im Waschsalon

Lesezeit: 2 min

Moosacher Musiknacht: Coole Musiknacht: Die Moosacher versuchen in diesem Herbst, wieder an die atmosphärischen Abende wie hier im Pelkovenschlössl anzuknüpfen.

Coole Musiknacht: Die Moosacher versuchen in diesem Herbst, wieder an die atmosphärischen Abende wie hier im Pelkovenschlössl anzuknüpfen.

(Foto: Robert Haas)

Für die Moosacher Musiknacht im kommenden Herbst suchen die Veranstalter noch Musiker und Gastgeber mit möglichst kuriosen Auftrittsorten.

Von Benjamin Stolz

Als die Waschtrommeln im Waschsalon das letzte Mal bluesigen Country begleiteten, war die Welt noch eine andere. Nach drei Jahren Pandemie sollen im Herbst nun wieder Weichspüler und sanfte Klänge aufeinandertreffen. "Die haben sich heuer als erste gemeldet", sagt Günther Frohnauer über seinen wohl kuriosesten Auftrittsort. Er ist Mitorganisator der Moosacher Musiknacht, die am 10. September zum zehnten Mal Livemusik an ungewöhnliche Orte in Moosach bringt. Noch formt sich das Programm, bei einem Infotreffen im "Alten Wirt" haben Veranstalter und Organisationsteam aber bereits erste Ideen diskutiert.

Das Prozedere ist seit dem Jahr 2012 mehr oder weniger gleich. Die Organisatoren der Musiknacht - Günther Frohnauer und Julia Schönfeld-Knor vom Pelkovenschlössl mitsamt Teams - bringen für einen Abend Betriebe und Musiker zusammen. Jeweils zur vollen Stunde spielen Bands und Solokünstler auf. Die Zuhörer pendeln mit nur einem Eintrittsband wie auf einem Rockfestival von Konzert zu Konzert. "Wir setzen heuer wieder die Shuttle-Busse ein", erzählt Frohnauer. Freiwillige aus dem Omnibus-Club München chauffieren die Gäste in Oldtimer-Bussen. Auch für die Fahrten selbst werden Musiker engagiert. "Es gibt Leute, die fast nur die zwei Busse wechseln und sich dort die Musik anhören", meint Frohnauer, der sich im Moosacher Kulturverein "Die Linie 1" engagiert.

"Es soll wieder so werden wie es vorher war", wünscht sich der Organisator für das kommende Event. Hatten die jüngsten Feste coronabedingt draußen stattgefunden, soll es nun wieder in möglichst kuriose Innenräume gehen. Früher gaben Musiker etwa in einem Immobilienbüro, einem Friseurladen oder einer Radwerkstatt Konzerte. Ein Highlight aus früheren Festivaltagen seien, so Frohnauer, die Auftritte im Moosacher Weinkistl gewesen, wo es Schrammelmusik zum Traubensaft gab.

Musiker gibt es genug, das Problem sind die Veranstaltungsorte

Bei Günther Frohnauer und seinen Kollegen melden sich potenzielle Veranstalter, die sich ihre gewünschte Musik selbst aussuchen und bezahlen. Hat ein Gastgeber keinen speziellen Wunsch, dann vermittelt das Musiknacht-Team Künstler. "Mindestens zehn" heimische Betriebe haben sich bereits angekündigt. "Zwanzig erreichen wir bestimmt wieder", zeigt sich Frohnauer optimistisch. Musiker gebe es mehr als genug. "Das Problem sind wirklich die Veranstaltungsorte", meint Frohnauer. Bei manchen Gastgebern brauche es mitunter Überzeugungsarbeit. So war es anfangs auch beim Waschsalon "Mermaid's". "Jetzt ist der mit so einer Begeisterung dabei", schwärmt Frohnauer.

Musikschaffende, die auf der Musiknacht auftreten wollen, können sich unter der E-Mail-Adresse info@pelkovenschloessl.de bewerben. Selbiges gilt für die, die ihren Arbeitsplatz eine Nacht lang beschallen lassen wollen.

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Abo kündigen
  • Kontakt und Impressum
  • AGB