Selbstverständlich kennt Rotkäppchen die eindringlichen Warnungen vor dem bösen Wolf. Aber als sie ihrer kranken und fast blinden Großmutter Kuchen und Wein bringen will, begegnet sie im Wald einem ganz anderen Wesen: einem verzweifelten Häufchen Wolf mit Namen Wolfgang. Der beteuert, dass er zu Unrecht beschuldigt wird. Jedes Mal, wenn im Wald oder im Dorf etwas Schlimmes passiere, werde es ihm in die Schuhe geschoben! Und das beherzte Rotkäppchen? Das glaubt ihm nicht nur, es beschließt sogar, gemeinsam mit dem „armen Wolf“ den wahren Übeltäter aufzuspüren.
Im Münchner Theater für Kinder wird das bekannte Märchen der Gebrüder Grimm unter dem Titel Rotkäppchen und der arme Wolf neu gedacht und die angestammte Rollenverteilung humorvoll hinterfragt. Am 30. Januar um 15 Uhr ist die Wiederaufnahme- Premiere in der Dachauer Straße 46 zu sehen. Alle weiteren Termine an der Theaterkasse 089/59 54 54 oder unter www.mtfk.de.

Die wunderbare Ausstellung Die Welt der Mumins um die eigenwilligen, Nilpferd-artigen Trolle von Tove Jansson im Literaturhaus lässt sich wahlweise auf eigene Faust oder in Begleitung Erwachsener erkunden. Die kommen ausgesprochen gerne mit, zählen zur eingeschworenen Fangemeinde der tollen Trolle doch zahlreiche „Muminologen“.
Besonders schön wird der Ausstellungsbesuch aber, wenn er mit dem Vorlesen von Tove Janssons Erzählungen aus dem Mumintal verknüpft ist: Am 24. Januar und am 1. Februar tragen die Schauburg-Ensemblemitglieder Simone Oswald und Janosch Fries diese Geschichten vor, einmal geht es bei Frühling, Sommer, Herbst & Winter um die Jahreszeiten, das andere Mal um Gefühle wie Freude, Mut, Angst & Wut. Beginn ist jeweils um 15 Uhr im Forum im 3. Obergeschoss, Ende um 18 Uhr im Ausstellungsbereich im Erdgeschoss.

Die Kammerpuppenspiele Bielefeld sind im Februar bei Kultur & Mehr in Fürstenried mit zwei Kinderbuch-Hits zu Gast. Den Anfang macht Das Sams – eine Woche voller Samstage von Paul Maar. Wer hat da nicht gleich die verheißungsvollen Zeilen im Sinn: „Am Sonntag scheint die Sonne. /Am Montag kommt Herr Mon./Am Dienstag hab’ ich Dienst. /Am Mittwoch ist die Mitte der Woche. /Am Donnerstag donnert’s./Am Freitag hab’ ich frei. /Am Samstag kommt das Sams.“
Fortan bringt das kleine dickbäuchige Wesen mit den blauen Wunschpunkten das Leben des ängstlichen Herrn Taschenbier, den es zu seinem „Papa“ ernennt, herrlich durcheinander. Zu erleben am 7. Februar um 15 Uhr und am 8. Februar um 11 und 14 Uhr.

Weiter geht es mit Die Olchis und der Geist der blauen Berge von Erhard Dietl: Die kleinen grünen Kerle wohnen bekanntermaßen auf der Müllkippe von Schmuddelfing. Gammliger Fisch und verfaulte Mülltüten stehen ganz oben auf ihrer Speisekarte. Weshalb der Bürgermeister auf die glorreiche Idee verfällt, sie zur Müllvertilgung in die blauen Berge zu schicken. Vor Ort machen die Olchis allerdings Bekanntschaft mit einem seltsamen Gespenst – Schleime-Schlamm-und-Olchi-Spuk! Der musikalische Theaterspaß für Kinder ab 4 Jahren ist von 12. bis 14. Februar in der Züricher Straße 35 zu sehen.
In seiner großen zoologischen Fantasie Der Karneval der Tiere parodierte Camille Saint-Saëns Melodien von Mozart und Rossini, brachte die Schildkröten im 2/4-Takt nach Offenbachs berühmter Cancan-Melodie zum Tanzen und unterlegte dem Elefanten ein Motiv aus Berlioz’ Elfenballett. Zu Lebzeiten wollte er das für eine private Feier komponierte Werk dann aus Rücksicht auf seine Berufskollegen lieber nicht veröffentlichen – das übernahm nach seinem Tod sein Verleger.

Seitdem diente das Werk als Steilvorlage für Schauspieler und Komiker wie Sir Peter Ustinov, Loriot und Bully Herbig, die den „Karneval der Tiere“ mit eigenen Erzähltexten bestückten. Das Kammerorchester Concierto München unter der Leitung von Carlos Domínguez-Nieto und die Puppen des „Münchner Puzzletheaters“ lassen die große Elefantin, seine Majestät den Löwen und den prächtigen Schleierschwanz am 7. Februar um 11 und 14 Uhr sowie am 8. Februar um 11, 12.30 und 14 Uhr im Gasteig HP8 antreten – mit Texten von Loriot.

