Das zum Jahresbeginn 2024 aus den beiden städtischen Wohnungsgesellschaften Gewofag und GWG hervorgegangene Unternehmen „Münchner Wohnen“ hat seinen ersten Geschäftsbericht vorgestellt – und einen Überschuss in Höhe von fast 32 Millionen Euro gemeldet. Da es sich um die Bilanz für 2023 handelt, beziehen sich die Zahlen freilich noch auf die Vorgängergesellschaften. Demnach hat die Gewofag im vorigen Jahr einen Gewinn von 17,95 Millionen Euro erwirtschaftet, bei der GWG waren es 13,93 Millionen. Beides seien Steigerungen im Vergleich zum Jahr davor gewesen, teilte die Münchner Wohnen am Freitag mit, ebenso wie die jeweilige Bilanzsumme: Die betrug rund 3,5 Milliarden Euro beim Gewofag-Konzern und 3,4 Milliarden bei der GWG.
„Die vorgelegten Zahlen zeigen, dass die Münchner Wohnen aus zwei leistungsstarken Unternehmen hervorgegangen ist. Unsere neue Wohnungsbaugesellschaft ist daher gut für die anstehenden Herausforderungen aufgestellt“, resümierte Doris Zoller, die Vorsitzende der Geschäftsführung. Die erzielten Gewinne würden in Neubau, Sanierungen und Instandhaltung von Wohnraum reinvestiert, hieß es in der Mitteilung. 2023 stellten Gewofag und GWG zusammen 1175 Wohneinheiten fertig, die meisten davon in Freiham.
Das von der Stadt gesetzte Ziel von 1250 neuen Wohnungen verfehlten die Unternehmen allerdings knapp. Für 2024 hat die grün-rote Rathauskoalition sogar 2000 neue Wohnungen vorgegeben – die Münchner Wohnen jedoch bloß noch 800 in Aussicht gestellt.

