„Pioniere in Ingolstadt“ im Münchner VolkstheaterWenn Soldaten sich alles erlauben können

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Schaut nach Liebe aus, stimmt aber nicht: Karl (Julian Gutmann, links) hat nicht vor, sich auf eine Beziehung mit Berta (Henriette Nagel) einzulassen.
Schaut nach Liebe aus, stimmt aber nicht: Karl (Julian Gutmann, links) hat nicht vor, sich auf eine Beziehung mit Berta (Henriette Nagel) einzulassen. (Foto: Marcella Ruiz Cruz)

Lucia Bihler inszeniert am Münchner Volkstheater „Pioniere in Ingolstadt“ von Marieluise Fleißer. Konzentriert erzählt sie von einer Gesellschaft, die stets Druck nach unten ausübt. Und ganz unten, da stehen die Frauen.

Kritik von Yvonne Poppek

Fad ist’s. Also erstmal. Alma und Berta hocken beieinander und kämpfen mit baumelnden Beinen und einem Liedchen gegen die Langeweile. Zwei junge Frauen in kurzen, pastellfarbenen Kleidchen, ein bisschen Röte im Gesicht. Es ist ein friedlicher Moment, der sich nach Sommer, Ufer und der vorbeifließenden Donau anfühlt. Doch das soll nicht halten. Mit Trommeln und zackigen Bewegungen ziehen die Soldaten ein, füllen Stille und Raum, drücken an den Rand, was nicht zu ihnen gehört. So auch die Mädels, die jetzt kichernde Beisteherinnen sind. Aber immerhin: Ihre Langeweile ist fort. Wäre sie nur geblieben.

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