Was läuft für Kinder und Familien in München?Verstehen, was die Tiere sprechen

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An ein Steuerparadies dürfte Janosch bei seinem Klassiker „Oh, wie schön ist Panama“ noch nicht gedacht haben. Das Münchner Theater für Kinder widmet ihm einen „Janosch-Tag“.
An ein Steuerparadies dürfte Janosch bei seinem Klassiker „Oh, wie schön ist Panama“ noch nicht gedacht haben. Das Münchner Theater für Kinder widmet ihm einen „Janosch-Tag“. MTfK

Frisch gelüftete Wagner-Hasen, klappernde Störche und ein Rabe, der Streit anzettelt: Auf den Bühnen in München behandeln Tiere sehr menschliche Gefühle.

Von Barbara Hordych

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Im Münchner Theater für Kinder erfüllt am 17. April um 15 Uhr die Premiere von Kalif Storch nach Wilhelm Hauff eine der ganz großen Sehnsüchte nicht nur von Kindern: Verstehen, was die Tiere sprechen. Deshalb verwandeln sich der Kalif von Bagdad und sein treuer Großwesir mithilfe eines Zauberpulvers in Störche – nur mit der Rückverwandlung will es nicht so einfach klappen, wie von einem (bösen) Zauberer angekündigt (auch am 18. April um 10 Uhr).

Gerade waren die beiden noch Kalif und Großwesir - kurz darauf verwandeln sie sich im Münchner Theater für Kinder in zwei Störche.
Gerade waren die beiden noch Kalif und Großwesir - kurz darauf verwandeln sie sich im Münchner Theater für Kinder in zwei Störche. Rolf Demmel/MTfK

Zwei Tage später lädt das Haus an der Dachauer Straße 46 zum Janosch-Tag: Zwischen den Vorstellungen von „Komm, wir finden einen Schatz“ um 10 Uhr und „Oh, wie schön ist Panama“ um 15 Uhr kann man den kleinen Tiger und den kleinen Bären auch persönlich treffen oder sich am Schminktisch entsprechend verwandeln. Am Tag der offenen Tür am Samstag, 9. Mai, erwarten dann zwischen 10 und 14. 30 Uhr noch weitere beliebte Bühnen-Figuren wie der Räuber Hotzenplotz oder Pippi Langstrumpf die jungen Besucher – ansprechen erwünscht! Dazu kann man in Führungen hinter die Kulissen schauen und in kurzen Szenen Einblicke in aktuelle Inszenierungen gewinnen.

Mit Sergej Prokofjews Peter und der Wolf steht am 2. und 3. Mai ein Klassiker der musikalischen Erzählkunst im Mittelpunkt eines Familienkonzerts im Silbersaal des Deutschen Theaters. Doch das Gastspiel der Kammeroper München geht mit besonderen Arrangements noch einen Schritt weiter: Ein Bläserquintett stellt nicht nur Prokofjews Werk vor, sondern lädt das Publikum zu einem Streifzug durch die Welt der klassischen Musik ein. Wie klingt eine Oboe? Warum ist das Fagott so groß? Wie werden die Töne auf einer Klarinette oder Querflöte erzeugt? Warum ist das Horn so laut? Und was passiert, wenn alle zusammenspielen? Dabei führt ein Schauspieler als Erzähler durch das Konzert und verleiht den Figuren Stimme und Gestalt.

Der Kinder-Hit von James Krüss aus den Fünfzigerjahren im Hofspielhaus: Burkhard Kosche, Marina Granchette und Georg Roters (von oben) im „Sängerkrieg der Heidehasen“.
Der Kinder-Hit von James Krüss aus den Fünfzigerjahren im Hofspielhaus: Burkhard Kosche, Marina Granchette und Georg Roters (von oben) im „Sängerkrieg der Heidehasen“. Hofspielhaus

Musikalisch und vergnüglich geht es auch beim Sängerkrieg der Heidehasen zu, der am Samstag, 25. April, ins Hofspielhaus zurückkehrt: Um 15 Uhr können kleine und große Fans ab sechs Jahren die parodistische Verlegung des Wagnerschen Sängerkriegs von der Wartburg ins Hasenmilieu erleben. Dominik Wilgenbus hat das Hörspiel von James Krüss, ein Kinder-Hit der Fünfzigerjahre, frisch gelüftet und bezaubernd charmant für die Bühne umgesetzt: Vorhang auf also für Burkhard Kosche als Direktor Wackelohr, der um die Hand der hübschen Hasenprinzessin (Marina Granchette) anhält. Doch die hat längst den feschen Heidehasen „Lodengrün“ (Georg Roters) im Sinn.

2026 feiert der kleine Bilderbuchheld Rabe Socke seinen 30. Geburtstag – passend dazu erscheint ein neues Rabenabenteuer von Nele Moost und Annet Rudolph als Comic im Esslinger Verlag. Die Uraufführung von Rabe Socke – Alles wieder beste Freunde!  bringen die Kammerpuppenspiele Bielefeld nach München: In der Geschichte gerät der Rabe Socke in einen heftigen Streit mit seinem Freund Löffel. Aus Wut hängt Socke überall Zettel auf, auf denen steht, dass Löffel doof ist. Fortan herrscht Unfrieden im Wald. So lange, bis am Ende alle lernen: Freunde können sich streiten – aber noch wichtiger ist es, sich wieder zu vertragen. Der Theaterspaß für Kinder ab 3 Jahren läuft von 15. bis 22. April bei Kultur & Mehr in der Züricher Straße 65.

Keine sprechenden Tiere, aber zumindest steinerne Fabelwesen erwarten beim Kindertag Einfach sagenhaft! Auf der Spur antiker Mythen in den Staatlichen Antikensammlungen die jungen Besucher am Königsplatz: Am 19. April von 10 bis 17 Uhr erfahren Kinder ab fünf Jahren in kurzen Führungen Spannendes rund um griechische Helden, Göttinnen und Ungeheuer. An Kreativstationen können zudem Gipsabgüsse hergestellt, Metallschmuck gefertigt oder eigene Fabelwesen gestaltet werden. Eine Anmeldung vorab ist nicht erforderlich.

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