Süddeutsche Zeitung

Münchner Sicherheitskonferenz:Tausende demonstrieren gegen "Kriegstreiberei"

Laute Musik, wehende Fahnen, großes Polizeiaufgebot - etwa 3500 Menschen demonstrieren in der Münchner Innenstadt gegen die 47. Sicherheitskonferenz.

3500 Kriegsgegner sind zur Demonstration gegen die 47. Münchner Sicherheitskonferenz in der Münchner Innenstadt zusammengekommen. Nach einer Kundgebung auf dem Marienplatz um 13 Uhr zogen sie über Isartorplatz, Glockenbachviertel, Fraunhoferstraße und Viktualienmarkt zurück zum Rathaus. Dort wird zum Abschluss unter anderem der Theologe Eugen Drewermann sprechen.

Die Gruppe der Demonstranten ist bunt gemischt, PACE-Flaggen in Regenbogenfarben wehen neben Verdi-Fahnen und Bannern der Sozialistischen Alternative. Auf der Umhängetasche eines Mannes klebt ein Aufkleber der Stuttgart-21-Gegner, an einem Stand werden Anti-Atomkraft-Flaggen verkauft. Mitten auf dem Marienplatz steht ein Lastwagen, dessen Ladefläche den Sprechern als Bühne dient.

Die Demonstration richtet sich unter anderem gegen den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan - die Protestierenden werfen den Teilnehmern der Sicherheitskonferenz "Kriegstreiberei" vor.

Die Polizeipräsenz rund um die Demonstration ist hoch: Insgesamt sind 3400 Beamte im Einsatz, um den Ablauf der Demonstrationen zu überwachen und die Teilnehmer der Konferenz zu schützen. "Bisher ist alles ruhig und friedlich", sagte ein Polizeisprecher. Besondere Konzentration wollen die Beamten auf die rund 400 Autonomen unter den Demonstranten richten.

Bereits am Freitag hatten rund 250 Personen auf dem Marienplatz friedlich gegen die Tagung protestiert.

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