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Münchner Sicherheitskonferenz:Bündnis gegen die Siko kündigt Protest an

Zwei Wochen vor der Münchner Sicherheitskonferenz rechnen die Initiatoren der Protestbewegung gegen die Tagung mit weniger Teilnehmern als bei den jüngsten Klimakundgebungen von "Fridays for Future". Das internationale Kriegsgeschehen sei für viele Deutsche "sehr weit weg", sagte Claus Scheer vom "Aktionsbündnis gegen die Nato-Sicherheitskonferenz" am Dienstag. Anders als bei der Klimakatastrophe handle es sich bei Kriegen um keine konkrete Bedrohung für die Bundesrepublik. Die Angst im Alltag sei daher "nicht präsent", eine große Mobilisierung deshalb schwierig. Wie im vergangenen Jahr erwartet Scheer etwa 4000 Teilnehmer zum Protest. Bei der letzten "Fridays for Future"-Demonstration im November waren allein in München mindestens 18 000 Menschen auf die Straße gegangen. Das Aktionsbündnis ruft seit vielen Jahren anlässlich der Sicherheitskonferenz zu Protesten auf. In diesem Jahr sei eine Demonstration am 15. Februar geplant. Die 56. Sicherheitskonferenz findet vom 14. bis 16. Februar im Hotel Bayerischer Hof statt. Zu den teilnehmenden Ländern zählt erstmals auch Nordkorea.

© SZ vom 29.01.2020 / dpa

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